Aufgabe des Marktes Willebadessen: »Es wird keiner gekündigt«
Aldi behält Mitarbeiter

Willebadessen (WB/dal). Trotz der Aufgabe des Standortes Willebadessen wird Aldi Nord alle Mitarbeiter behalten. Das bestätigte nun ein Sprecher der Supermarktkette auf Nachfrage des WESTFALEN-BLATTES. »Es wird keiner gekündigt«, sagte er. Die neun Angestellten sollen künftig in anderen, umliegenden Märkten eingesetzt werden.

Donnerstag, 08.03.2018, 13:00 Uhr aktualisiert: 08.03.2018, 17:00 Uhr
Aldi gibt seinen Markt in Willebadessen auf. Foto: Daniel Lüns
Aldi gibt seinen Markt in Willebadessen auf. Foto: Daniel Lüns

Wie bereits am 3. März berichtet, wird Aldi Nord den Markt in Willebadessen bis zum 30. Juni aufgeben. Auf Nachfrage erklärte der Pressesprecher nun, warum es dazu kommt. Die Entscheidung habe mit der aktuellen Modernisierungs-Offensive der Supermarktkette zu tun. 5,2 Milliarden Euro würden dafür insgesamt verwendet. »Das ist das größte Projekt in der Aldi-Nord-Geschichte«, sagt der Sprecher.

Im Zuge dessen seien im Bereich der Unternehmensgruppe alle Filialen untersucht worden. Geprüft worden sei, ob die Märkte rentabel seien und ob sich ein Umbau lohne. In Willebadessen habe man sich nach der Prüfung für eine Schließung entschieden.

Keine Schließungspläne für Filialen in Warburg, Scherfede und Borgentreich

Es gebe keine Pläne, in Willebadessen an anderer Stelle einen neuen Markt zu bauen. Eine Anpassung an das neue Marktkonzept funktioniere zum Beispiel über eine Erweiterung eines Standortes oder einen Abriss und anschließenden Neubau des Gebäudes. Keine Schließungspläne gebe es für die Filialen in Warburg, Scherfede und Borgentreich.

Der Pressesprecher bestätigt, dass die Unternehmensgruppe zurzeit einen Nachmieter für ihre Immobilie in Willebadessen sucht. Das sei nicht einfach, denn »das Einzugsgebiet in Willebadessen ist überschaubar«, sagte der Aldi-Sprecher. Als möglicher Nutzer ist die Firma Expo-Börse im Gespräch. Das Unternehmen verkauft nach eigenen Informationen Sonderposten, Import-Artikel und Dinge des täglichen Bedarfs.

Um die Nachnutzung durch die Firma Expo-Börse zu gewährleisten, müsse der Bebauungsplan geändert werden. Dies habe Aldi schon einmal beantragt. Die Stadt habe diesem ersten Antrag jedoch nicht entsprochen. Die Supermarktkette hoffe, dass dies nun doch geschieht. So erhalte der Nachmieter auch Planungssicherheit. »Die Alternative ist, dass das Gebäude erstmal leer steht«, sagt der Aldi-Sprecher. Er verfüge über eine Verkaufsfläche von 900 Quadratmetern.

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