Mo., 23.04.2018

90 Mannschaften der Wehren des Kreises Höxter trainieren in Lütgeneder Feuerwehr-Teams proben den Ernstfall

»Feuer gelöscht«, heißt es hier bei der Löschgruppe Germete, die ihren Löschangriff erfolgreich absolviert hat. An dieser Station musste ein Feuer – dargestellt durch Klappschilder aus Metall – bekämpft werden.

»Feuer gelöscht«, heißt es hier bei der Löschgruppe Germete, die ihren Löschangriff erfolgreich absolviert hat. An dieser Station musste ein Feuer – dargestellt durch Klappschilder aus Metall – bekämpft werden. Foto: Astrid E. Hoffmann

Von Astrid E. Hoffmann

Borgentreich (WB). Etwa 90 Teams aus den Löschzügen und Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Höxter haben Samstag in Borgentreich-Lütgeneder ihren Leistungsnachweis absolviert. Eigens für den Übungstag war die alte Bundesstraße 241 gesperrt worden.

»Der Termin ist extrem früh, daher freuen sich alle über die guten Wetterbedingungen«, erklärte der stellvertretende Wehrführer der Stadt Borgentreich, Elmar Nolte. Die Termine für den Leistungsnachweis legt der Kreis fest, es gibt jeweils einen im Nord- und einen im Südkreis. Der Termin im Norden war am 14. April in Herstelle und wurde von 36 Teams wahrgenommen.

»Somit werden an beiden Tagen zusammen etwa 1100 Feuerwehrkameraden geprüft« berichtet der stellvertretende Wehrführer der Stadt Borgentreich, Udo Hillebrand. »NRW-weit wird der Leistungsnachweis im Kreis Höxter mit der besten Beteiligung durchgeführt«, weiß Elmar Nolte. » Aber wir haben auch eine starke Mitgliederzahl im Kreis Höxter«, ergänzte Hillebrand.

22 Schiedsrichter sind im Einsatz

Zu den 22 Schiedsrichtern gehörte am Samstag auch der ehemalige Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Warburg, Josef Wakob. Er erstellte die Prüfungsrichtlinien, ohne welche die Tests nicht bewertet werden können. Bei diesen Leistungstests bilden neu Feuerwehrleute eine Mannschaft, die gemeinsam vier Stationen durchlaufen muss und dabei gemeinsam bewertet wird.

Ob Wehrführer, Löschgruppenführer oder einfache Feuerwehrleute – alle sorgten dafür, dass bei der Anmeldung, bei den Übungen oder bei der Verpflegung alles rund lief.

DRK hilft bei Erste-Hilfe-Station

Die Station Löschangriff lautete diesmal: »Löschangriff, drei C-Rohre, Wasserentnahmestelle Unterflurhydrant«. Dies bedeutete für die Wehrleute, dass ein unterirdischer Hydrant vorbereitet und an eine Pumpe angeschlossen werden musste. Von dort wurden dann die Schläuche zu einem Verteiler verlegt. Mit den drei C-Rohren wurden dann die Feuer – Klappschilder aus Metall – gelöscht.

An der Erste-Hilfe-Station des DRK waren sechs Helfer des Kreisverbandes Warburg im Einsatz. Dort wurde die stabile Seitenlage geübt. Auch ging es um die Prüfung der Vitalparameter und die Fixierung eines Armes mittels Dreieckstuches. Die Rotkreuzler waren mit zwei Zelten angereist und waren entsprechend vorbereitet. »Sie sind freiwillig dabei und bekommen nur Speisen und Getränke umsonst«, betonte der Lütgenederer Elmar Nolte.

Anglerverein stellt Gelände

»Dadurch, dass auch hier das Können und Wissen der Wehrleute gefragt wird, schaffen wir es, in kurzer Zeit etwa 1100 Menschen in den Grundbegriffen der Ersten Hilfe fit zu bekommen.« Das sei ein Nebeneffekt des immerhin freiwilligen Leistungstests.

In der Hütte des Anglervereins, der das Gebäude sowie das Gelände für den Übungstag zur ­Verfügung gestellt hatte, fand der nicht körperliche Teil des Leistungsnachweises statt. Fragebögen zur Allgemeinbildung, Politik und Feuerwehr legte der Jugendfeuerwehrwart Christoph Tappe aus Borgentreich seinen Kollegen vor.

Gruppen bringen Nachwuchs mit

Neben der Hütte wurden Knoten- und Stiche geprüft. Der Pfahlstich, also der Rettungsknoten, ist der wichtigste zu beherrschende Knoten und gehört zum Standardprogramm. Diesmal mussten die Teams auch den Doppelten Ankerstich und den Mastwurf an der Stange vorführen. Diese Knoten dienen vorwiegend als Verbinder, um Lasten zu ziehen oder Geräte sicher an Ort und Stelle zu bringen.

Die Löschgruppe Himmighausen hatte mit Noah, Jannis, Eric und Max sogar ihren Nachwuchs dabei. »Sie sind noch unter zehn Jahren, da müssen sie mit der Aufnahme in die Wehr noch warten. Aber gucken geht ja schon mal«, erklärte Feuerwehrfrau Liesel Diekmann.

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