75. »Crash Kurs NRW« in der Eggeschule Peckelsheim
Schüler für Unfallrisiken sensibilisieren

Willebadessen (WB/aho). Die Vortragsveranstaltung »Crash Kurs NRW« fand nun in der Eggeschule in Willebaessen-Peckelsheim statt. Es war das 75. Mal im Kreisgebiet Höxter, dass Polizeibeamte, Notärzte, Rettungssanitäter, Feuerwehrleute und Notfallseelsorger von ihren persönlichen Eindrücken und Erfahrungen bei schweren Verkehrsunfällen den Schülern einer zehnten Jahrgangsstufe berichteten.

Freitag, 30.11.2018, 03:31 Uhr aktualisiert: 30.11.2018, 04:00 Uhr
Zum 75. Mal hat im Kreis Höxter der »Crash Kurs NRW« stattgefunden. Diesmal in der Eggeschule mit (von links) Harald Hosemann (Polizei), Notfallseelsorgerin Petra Schult, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Driburg, Waldemar Gamenik, Notärztin Dr. Martina Krüger, Moderator Thomas Kruse, Markus Tewes (beide Polizei) und Schulleiter Martin Sälzer. Foto: Astrid E. Hoffmann
Zum 75. Mal hat im Kreis Höxter der »Crash Kurs NRW« stattgefunden. Diesmal in der Eggeschule mit (von links) Harald Hosemann (Polizei), Notfallseelsorgerin Petra Schult, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Driburg, Waldemar Gamenik, Notärztin Dr. Martina Krüger, Moderator Thomas Kruse, Markus Tewes (beide Polizei) und Schulleiter Martin Sälzer.

Diese Art der Unfallprävention gibt es seit dem Jahr 2011 und seitdem ist auch der Kreis Höxter dabei. Etwa 15.700 Schüler wurden dabei über mögliche Konsequenzen riskanten Verhaltens im Straßenverkehr aufgeklärt.

»Prävention scheint zu greifen.«

Im Zeitraum von 2001 bis 2010, vor Einführung des Kurses, gab es im Kreis Höxter 30 tödliche Verkehrsunfälle. In den Jahren danach waren es bis heute zehn Verkehrsunfälle mit Todesfolge. »Sicher spielen viele Faktoren eine Rolle, aber auch die Prävention durch den Kurs scheint zu greifen«, sagte Markus Tewes von der Polizei Höxter. Der Kursus an sich ist eine schulische Veranstaltung.

Die Vor- und Nachbereitung zum Thema findet im Unterricht statt. Wenn die Feuerwehrleute, die Rettungskräfte, die Ärzte und Sanitäter, die Polizei und die Notfallseelsorge in die Schule kommen und von ihrer Arbeit berichten, dann geht das unter die Haut. »Wir wollen betroffen machen. Unfälle passieren nicht, sie werden verursacht. Und diese Ursachen müssen wir den Menschen vor Augen führen«, sagte Tewes.

Zeigen, wie Fehler vermieden werden

Die Statistik zeigt auf, dass sich pro Jahr in Nordrhein-Westfalen 550.000 Verkehrsunfälle ereignen. Dabei werden mehr als 600 Menschen getötet. Überhöhte Geschwindigkeit, der Konsum von Alkohol und Drogen und das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes zählen in mehr als der Hälfte aller Unfälle zu den Ursachen.

Auch das Verhalten der Beifahrer und Mitfahrer ist ein entscheidender Faktor. »Unfälle passieren durch Fehler, aber diese Fehler sind oft vermeidbar. Wir wollen aufzeigen, wie das geht. Die Eindringlichkeit dieses Kurses soll dafür sorgen, dass es verinnerlicht wird«, erklärten die Vortragenden.

Team besteht aus 40 Personen

Das Team, dass sich jährlich zehn bis elf Mal in die Schulen begibt, um diesen wichtigen Job zu machen besteht aus etwa 40 Personen, davon sind derzeit 23, die ihre Geschichten erzählen. »Die meisten von uns machen dies ehrenamtlich oder nach Dienstschluss, das verdient ein großes Dankeschön«, so Tewes.

Während des Vortrages, der auch mit beklemmenden Bildern und eindringlicher Musik die Gefahren aufzeigt, stehen von diesem Team viele hinter den Kulissen, um zu helfen, beispielsweise, wenn Schüler die Bilder nicht ertragen können und den Raum verlassen möchten.

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