Willebadessener Verein »Selbst.Hilfe.Sucht.« und Knappschafts-Klinik Bad Driburg kooperieren
Rehaklinik unterstützt Selbsthilfe

Willebadessen/Bad Driburg (WB). Auf Bundesebene ist es eine Seltenheit, für den Kreis ein Novum: Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg (Reha-Klinik für Herzmedizin und ambulantes Therapiezentrum) darf sich nun bereits im fünften Jahr mit dem Zertifikat »Selbsthilfefreundliche Rehaklinik« schmücken.

Donnerstag, 21.02.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 10:38 Uhr
Enge Kooperation (von links): Verwaltungsleiter Alexander Schunicht, Selbsthilfebeauftragte Antje Drewes und Wolfgang Laudage. Foto:
Enge Kooperation (von links): Verwaltungsleiter Alexander Schunicht, Selbsthilfebeauftragte Antje Drewes und Wolfgang Laudage.

Verwaltungsleiter Alexander Schunicht hat mit der Klinikmitarbeiterin Antje Drewes eine eigene Selbsthilfebeauftragte ernannt. Der Verein »Selbst.Hilfe.Sucht.« aus   Willebadessen ist die einzige Selbsthilfegemeinschaft aus dem Altkreis Warburg, die im periodisch tagenden Qualitätszirkel die Selbsthilfetauglichkeit der Klinik überprüft und alle drei Jahre unter der Federführung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes über eine erneute Zertifizierung entscheidet.

Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen

»Begonnen hat alles im März 2014«, sagt Alexander Schunicht, seit Juli 2007 als Verwaltungsleiter in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg tätig. Damals wurden Qualitätskriterien erarbeitet, wovon vor allem die Patienten der Rehaeinrichtung und ihre Angehörigen profitieren. Die Auszeichnung als deutschlandweit dritte »Selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik« durch das Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen erfolgte dann bereits im November 2014.

Seither wurde die Zusammenarbeit mit den Organisationen der Selbsthilfe durch viele verschiedene Projekte ausgebaut. Die Ergebnisse des periodisch stattfindenden Erfahrungsaustausches aller Beteiligten werden in einem Qualitätsbericht zusammengefasst. Alle drei Jahre erfolgt nach sorgfältiger Überprüfung  dann eine erneute Zertifizierung der Einrichtung.

Miteinander sprechen soll Betroffenen helfen

»Zahlreiche Menschen engagieren sich bundesweit in Selbsthilfegruppen. Dieses Engagement ist eine sinnvolle und wichtige Ergänzung zur professionellen Versorgung von Erkrankten«, sagt Antje Drewes, Selbsthilfebeauftragte der Knappschafts-Klinik. Die Vertreter der Selbsthilfegemeinschaften seien in erster Linie Experten in eigener Sache. Sie verfügten über vielfältige und oft langjährige Erfahrung und könnten mit ihrem Wissen vielen Betroffenen helfen.

Und Wolfgang Laudage, Vorsitzender des Vereins »Selbst.Hilfe.Sucht.« ergänzt: »Der Austausch auf Augenhöhe ist das Besondere der Selbsthilfe.« Miteinander zu sprechen, sei hilfreich und oft sogar heilsam. Aus diesem Grund sei die enge Zusammenarbeit der Knappschafts-Klinik Bad Driburg mit dem Selbsthilfe-Büro Kreis Höxter und den Selbsthilfegruppen besonders zielführend.

Jahrestagung zum Thema Alkoholsucht

Die Bad Driburger Rehaklinik informiert nicht nur über Selbsthilfe, sondern unterstützt auch die Arbeit der Selbsthilfegruppen der Region. So veranstaltet der Verein »Selbst.Hilfe.Sucht.« in diesem Jahr bereits seine dritte Jahrestagung in den Räumen an der Georg-Nave-Straße in Bad Driburg. »Erst mal einen trinken – Alkohol am Arbeitsplatz« ist das Motto dieser öffentlichen Info- und Fachtagung. Diese findet am 18. Mai in der Zeit von 14 bis 18 Uhr statt, informiert Vereinsvorsitzender Wolfgang Laudage. Nach einem Fachvortrag soll bei einem Podiumsgespräch das Thema aus den unterschiedlichsten Blickrichtungen von Psychologen, Sozialarbeitern, Suchtberatern und Betroffenen diskutiert werden.

Nähere Auskünfte zur Veranstaltung gibt es bei Wolfgang Laudage, den Interessierte unter der E-Mail-Adresse wolf-laudage@web.de erreichen können.

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