Sparkasse Höxter mit Zahlen zufrieden – Vorstand unterstützt Zuckerfabrik-Erhalt
500 Häuser und Wohnungen finanziert

Brakel (WB). Durchweg zufrieden sind die Sparkassenvorstände Jens Härtel und Achim Frohss mit den Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr 2018. In der Sparkassen-Hauptstelle in Brakel haben sie einen Überblick über das vergangene Jahr und Ausblick auf geplante Investitionen in 2019 gegeben.

Freitag, 22.02.2019, 04:11 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 12:16 Uhr
Die Sparkassen-Vorstände Jens Härtel (rechts) und Achim Frohss haben die Bilanz der Sparkasse Höxter vorgestellt. Darüber hinaus setzen sie sich für den Erhalt der Zuckerfabrik in Warburg ein. Sie haben an die Südzucker AG geschrieben. Foto: Frank Spiegel
Die Sparkassen-Vorstände Jens Härtel (rechts) und Achim Frohss haben die Bilanz der Sparkasse Höxter vorgestellt. Darüber hinaus setzen sie sich für den Erhalt der Zuckerfabrik in Warburg ein. Sie haben an die Südzucker AG geschrieben. Foto: Frank Spiegel

Als wichtigen Wachstumsmotor bezeichnete Jens Härtel das Kreditgeschäft. »Allein für den Wohnungsbau stellte die Sparkasse im vergangenen Jahr rund 110 Millionen Euro an neuen Darlehensmitteln bereit«, erläuterte er. Damit seien etwa 500 Häuser und Wohnungen finanziert worden, was wiederum dem heimischen Handwerk zugute komme. Es zeige sich, dass der Boom im Immobilienmarkt auch im Kreis Höxter angekommen sei. »Anders als in München, Hamburg oder Berlin ist hier der Markt noch gesund und bietet guten Boden für weitere Investitionen«, führte Härtel aus. Im Kreis Höxter sei Wohnraum noch bezahlbar.

Wertpapiere beliebt

Einen Zuwachs hat er auch im Bereich der Investitionen in sachwertorientierte Anlagen wie Aktien-, Misch- und Immobilienfonds festgestellt. Aktuell sei das die einzige sinnvolle Möglichkeit, dem Realzinsverlust ein Schnippchen zu schlagen. Von klassischen Fonds bis hin zur Vermögensverwaltung in der Kooperation mit der Frankfurter Bankgesellschaft sei – je nach Risikobereitschaft und Finanzkraft – alles möglich in diesem Bereich. Jens Härtel: »Mittlerweile besitzen über 7000 Kundinnen und Kunden der Sparkasse Höxter einen Wertpapier-Sparvertrag und kommen damit im individuellen Tempo voran – schon mit Beträgen ab 25 Euro im Monat.« Auch wenn die Börsen im vergangenen Jahr Rückschläge wegen des Brexit und der US-Handelspolitik hinnehmen mussten, zeige doch die Vergangenheit, dass sich mittel- bis langfristig eine Anlage in Wertpapieren immer gelohnt habe, führte das Vorstandsmitglied aus. Das Volumen der von der Sparkasse Höxter verwalteten Kundenwertpapiere liege bei knapp 465 Millionen Euro. Knapp 7000 Kunden nutzten Wertpapier-Sparverträge.

Digitalisierung nimmt zu

Dass die Digitalisierung auch bei der Sparkasse an Dynamik zulegt, ergänzte Achin Frohss. Die Anzahl der per Online-Banking und Sparkassen-App erledigten Bankgeschäfte sei deutlich gestiegen. »Mehr als 57 Prozent aller Girokontoinhaber greifen inzwischen online auf ihre Konten zu«, erklärte der Sparkassen-Vorstand. Mit mehr als 10.000 Kunden nutzten fast 1400 mehr als im Vorjahr die Sparkassen-App. Im Mai oder Juni solle zudem der Online-Identifikations- und Legitimierungsdienst »Yes« an den Start gehen. Frohass: »Dabei können sich Kunden der Sparkasse ganz einfach aus ihrem Konto heraus ohne eine weitere Anmeldung ausweisen und beispielsweise Handy-Verträge online bei anderen Anbietern bequem und schnell abschließen.«

Gleichwohl setze man aber auch weiterhin auf individuelle Beratung von Mensch und zu Mensch. »Deshalb investieren wir weiter in unsere Filialen – bereits in wenigen Tagen beginnen wir mit der Modernisierung unserer Filiale in Beverungen, wo wir etwa 250.000 Euro in eine moderne Beratungsatmosphäre investieren«, kündigte Frohss an. Die Schließung weiterer Filialen sei in diesem und auch im kommmenden Jahr nicht geplant.

Die Sparkasse Höxter unterstützt zudem Aktionen zum Erhalt der Warburger Zuckerfabrik. In einem Brief wandte sich der Sparkassenvorstand jetzt an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Südzucker AG, Dr. Hans-Jörg Gebhard, und forderte das Unternehmen auf, seine Entscheidung zur Werksschließung zu überdenken. Bei allem Wissen um betriebswirtschaftliche Zwänge appellierte der Vorstand der Sparkasse Höxter an die Südzucker AG, bei ihrer unternehmerischen Verantwortung immer auch eine gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Sichtweise zu berücksichtigen.

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