Hotel soll in wenigen Monaten öffnen – Neue Dachmarke: »Avenarius Wohlfühlhotels«
Schlüsselübergabe an der Ackerscheune

Willebadessen (WB). Der Dornröschenschlaf der Willebadessener Ackerscheune endet offenbar deutlich abrupter als gedacht: Schon in wenigen Monaten soll das ehemalige Seminarzentrum als Hotel eröffnen. Erste Buchungsanfragen für Pfingsten liegen bereits vor, erklärte Dr. Joachim Avenarius, neuer Mieter des Komplexes.

Donnerstag, 07.03.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 08:26 Uhr
Hans Hermann Bluhm, Bürgermeister der Stadt Willebadessen (von links), hat den Schlüssel für die Ackerscheune an den neuen Mieter, Joachim Avenarius mit seiner Frau Sabine, übergeben. Anita Poschmann, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, und Therese ­Benken, Geschäftsführerin des Hotels »Der Jägerhof« in Willebadessen, waren dabei. Foto: Daniel Lüns
Hans Hermann Bluhm, Bürgermeister der Stadt Willebadessen (von links), hat den Schlüssel für die Ackerscheune an den neuen Mieter, Joachim Avenarius mit seiner Frau Sabine, übergeben. Anita Poschmann, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, und Therese ­Benken, Geschäftsführerin des Hotels »Der Jägerhof« in Willebadessen, waren dabei. Foto: Daniel Lüns

Wie das WESTFALEN-BLATT am Mittwoch berichtete , hatte der Rat für das Vorhaben am Dienstagabend in nicht-öffentlicher Sitzung grünes Licht gegeben. Die Politiker sprachen sich dafür aus, das ehemalige Seminarzentrum an Avenarius zu vermieten. Bereits am Tag darauf, am Mittwochmorgen, trafen sich die Beteiligten an der Ackerscheune zur Schlüsselübergabe.

»Ich freue mich, dass wir nun für das Haus eine Zukunft haben. Das Gelingen des Projektes ist für den Ort wichtig«, sagte Willeba­dessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. Die Zeiten, in denen das Seminarzentrum viele Besucher in die Eggestadt gebracht habe, seien für Willebadessen bedeutend gewesen. »Ich drücke die Daumen, dass Dr. Avenarius an diesen Zustand anknüpfen kann.«

Neuer Name: »Wohlfühlhotel im Schlosspark«

Am fehlenden Engagement des Mieters dürfte es jedenfalls nicht scheitern. Mit den »Avenarius Wohlfühlhotels« hat der 48-Jährige bereits eine neue Marke geschaffen, in der das ehemalige Seminarzentrum unter dem Namen »Wohlfühlhotel im Schlosspark« integriert ist. Auch eine eigene Internetpräsenz existiert bereits. Damit die Marke mit Leben gefüllt wird, sollen sich die Tore des neuen Hotels rasch öffnen.

Ein Pluspunkt sei, dass die Gästezimmer samt Badezimmern in einem guten Zustand seien. »Bei manchen müssten wir nur noch möblieren«, erklärte der neue Mieter. Voraussichtlich drei bis vier Monate werde das Herrichten dauern.

In einem zweiten Schritt soll geschaut werden, in wiefern bestehende Räume, etwa für Seminare, zu neuen Gästezimmern umgebaut werden könnten. Dieser Schritt werde »nicht vor dem Winter« gegangen. Voraussichtlich werde der Komplex künftig über 40 bis 50 Betten verfügen. Neue Mitarbeiter würden gesucht.

Jährlich 5000 Euro für einen Willebadessener Tourismusfonds

Zudem hat sich der neue Mieter verpflichtet, über die zehnjährige Laufzeit des Mietvertrages jährlich 5000 Euro für einen Willebadessener Tourismusfonds bereitzustellen – insgesamt 50.000 Euro. »Das ist unser Beitrag, um kleine Tourismusprojekte vor Ort zu unterstützen«, erklärte Joachim Avenarius. Die Entscheidung darüber, welche Projekte gefördert werden, erfolge in Absprache mit der Stadtverwaltung.

Für das neue »Wohlfühlhotel Im Schlosspark« hat der 48-Jährige viele Ideen. Fest steht: Der Fokus liege auf dem Übernachtungsgeschäft, das Hotel solle keine Konkurrenz für Cafés oder Restaurants sein. Vielmehr wolle Avenarius mit den lokalen Anbietern zusammenarbeiten. Beispielsweise mit seinem nächsten Nachbarn, Konstantin Freiherr von Wrede. Avenarius: »In der Pfarrkirche St. Vitus heiraten, in seinem Ackerstall feiern, bei uns übernachten – dazu habe ich mehrere Anfragen auf dem Schreibtisch liegen.«

Die Stadt Willebadessen möchte den neuen Mieter im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. So sollen die Fenster und die Fassade des Neubaus und auch der Aufzug instandgesetzt werden. »Schnellstmöglich«, betonte Anita Poschmann, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters. 25.000 Euro würden für diese Gebäudepflege bereitgestellt.

Nach dem Ablauf des Mietvertrages hat Avenarius ein Vorkaufsrecht für den Komplex.

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