Fr., 12.07.2019

Im September wird kontrolliert – erste Bestandsaufnahme seit 2013 Willebadessen lässt Hunde zählen

Kulleraugen, treuer Hundeblick – aber auch angemeldet? Das möchte die Willebadessener Stadtverwaltung bei den Tieren herausfinden, die im Stadtgebiet leben. Im Herbst werden zu diesem Zweck Kontrolleure im Einsatz sein.

Kulleraugen, treuer Hundeblick – aber auch angemeldet? Das möchte die Willebadessener Stadtverwaltung bei den Tieren herausfinden, die im Stadtgebiet leben. Im Herbst werden zu diesem Zweck Kontrolleure im Einsatz sein. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Willebadessen (WB/dal). 828 Hunde sind zurzeit in Willebadessen angemeldet. Aber wie viele Tiere leben wirklich in der Eggestadt? Das möchte die Stadtverwaltung nun herausfinden. Sie hat eine Firma beauftragt, die eine Bestandsaufnahme machen soll – Kontrollbesuche inklusive.

»Wir unterstellen den Menschen keine Boshaftigkeit«, betont Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. Sollten die Kontrolleure nicht angemeldete Hunde finden, dann müssten deren Besitzer auch keine direkte Strafe befürchten. Nichtsdestrotz begehe derjenige, der seinen Vierbeiner nicht anmelde, einen Steuerbetrug. Und der müsse eben korrigiert werden.

Alle Hunde erfassen

Die letzte Hundebestandsaufnahme im Stadtgebiet Willebadessen war 2013 organisiert worden. Damals arbeitete die Stadtverwaltung mit der Firma »Springer Kommunale Dienste GmbH« aus Düren zusammen. Mit Erfolg: Im Zuge der Kontrollen wurde die Kartei im Rathaus um mehr als 100 Tiere ergänzt – ein Plus von etwa 17 Prozent. »Auch dieses Mal rechnen wir mit verstärkten Anmeldungen«, sagt Bluhm.

Ziel des beauftragten Unternehmens ist, möglichst alle Hunde in Willebadessen und seinen Stadtteilen zu erfassen. Im September sollen die Kontrolleure mit der Arbeit beginnen. »Sie klingeln unter anderem auch an den Häusern, in denen Hunde vermutet werden, die noch nicht angemeldet sind«, sagt der Bürgermeister.

Kosten werden dem Halter in Rechnung gestellt

Jeder nicht angemeldete Hund, der von dem Unternehmen »erwischt« wird, wird der Stadtverwaltung gemeldet. Die wiederum meldet das Tier dann an. Die Kosten dafür werden dem Halter in Rechnung gestellt. »Wir schreiben dann einen Steuerbescheid«, erklärt Hans Hermann Bluhm. Die Bestandsaufnahme sorge damit nicht nur für zusätzliche Steuereinnahmen, sondern auch für eine Steuergerechtigkeit.

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