Mo., 12.08.2019

Noël und Karin Eichler haben ihre Wagen bekleben lassen Friedensbotschafter fahren im Polizei-Look

Wer diese beiden Autos sieht, trifft nicht auf die Polizei, sondern auf Noël und Karin Eichler. Die Peckelsheimer wollen mit den Menschen über Frieden sprechen.

Wer diese beiden Autos sieht, trifft nicht auf die Polizei, sondern auf Noël und Karin Eichler. Die Peckelsheimer wollen mit den Menschen über Frieden sprechen. Foto: Bettina Peters

Willebadessen (WB/bp). Seit zwei Wochen fahren sie auch durch die Warburger Börde: Die »Friedensmobile« von Noël (45) und Karin (36) Eichler stehen in Willebadessen-Peckelsheim. Sie sind Nummer 23 und 24 von insgesamt 28 Friedensmobilen in Deutschland. Das besondere daran: Die Wagen sind beklebt wie Polizeiautos.

»Durch Zufall bin ich vor gerade einmal sechs Wochen beim Recherchieren im Internet auf die Aktion der Werbetechniker Silke und Christian Volgmann gestoßen. Die Idee hat uns sofort begeistert und der Kontakt war schnell entstanden«, erzählt Eichler.

Frieden sei seiner Meinung nach ein komplexes und vielschichtiges Thema. Es finge bei der eigenen Person an, gehe über Streitigkeiten am Gartenzaun und endet in der Weltpolitik.

Beklebung soll als Eisbrecher dienen

Die Gestaltung als Polizeiauto sei bewusst gewählt worden. »Wir möchten keinesfalls als Polizei auftreten. Die Beklebung soll eher als Eisbrecher dienen um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen«, erklärt Noël Eichler.

»Viele Menschen wissen heute gar nicht mehr, wo überhaupt Krieg und Unruhen herrscht und wie viele Menschen immer noch betroffen sind«, fügt Ehefrau Karin Eichler hinzu. »Unser Ziel ist es: Den Frieden auf die Straße und das Thema in die Köpfe der Menschen zu bringen.«

Beim TÜV und der Polizei erkundigt

Wie berichtet ( WB vom 17. Juni ) sehen die Friedensfahrzeuge, die Silke und Christian Volgmann schaffen, den Einsatzwagen vom Freund und Helfer zum Verwechseln ähnlich. Sind sie echter, als die Polizei erlaubt?

»Nein, wir sind rechtlich mit unserer Aktion auf der sicheren Seite, solange wir nicht mit Reflexfolie arbeiten. Farben und Farbkombinationen sind in Deutschland nicht geschützt«, klärt Silke Volgmann auf. Vor der ersten Umgestaltung habe man sich sicherheitshalber beim TÜV und der Polizei erkundigt.

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