Mi., 14.08.2019

Rentnertruppe engagiert sich seit fünf Jahren – diverse Projekte umgesetzt Gemeinsam was tun für Willebadessen

Von Daniel Lüns

Willebadessen (WB). In vielen Orten im Warburger Land gibt es sie, zum Beispiel in Dössel, in Menne, Rimbeck oder in Wormeln: Gruppen aus engagierten Rentnern, die gemeinsam etwas für ihren Ort tun. Seit fünf Jahren hat auch Willebadessen so eine Truppe.

Herbert Ernst erinnert sich an die Anfänge der Bewegung. »Willebadessen sah an Weihnachten immer so trostlos aus. Da haben wir uns überlegt: Wir könnten doch Sterne anschaffen, die wir an die Straßenlaternen hängen«, erklärt er. »Aus diesem ersten Projekt ist vor etwa fünf Jahren die Rentnertruppe entstanden.« Diverse Projekte wurden seitdem umgesetzt. »Natürlich alles in Absprache und mit Genehmigung der Stadtverwaltung«, sagt Ernst.

Mittlerweile zählt die engagierte Truppe zehn Senioren: Johannes Weiffen, Ede Thiem, Werner Böhmer, Dietmar Wecker, Veit Baranek, Michael Hoppe, Josef Diekmann, Lutz Engelhard, Josef Herbold und Herbert Ernst packen mit an. Alle sind etwa 70 Jahre alt. Gemeinsam haben sie bereits Ruhebänke aufgestellt, bei der Restaurierung der Vitus-Kapelle geholfen, erklärt Ernst.

Wegekreuz wieder hergerichtet

Auch das Wegekreuz, das an der Langen Straße gegenüber der Einmündung der Straße Zur Vituskapelle steht, wurde wieder hergerichtet. »Das war schon morsch. Das musste einfach neu gemacht werden«, erklärt Ernst. Die Stadtverwaltung habe das Holz besorgt, die Rentnertruppe habe es hobeln und streichen lassen. Auch das Zusammenbauen und Aufstellen übernahm die Truppe.

Die Gestaltung des Korpus wiederum erledigte Britta Böhmer. Auch weitere Bürger greifen der Rentnertruppe hin und wieder unter die Arme. Dazu zählen zum Beispiel Johannes Diekmann und Frank Brömmelhaus.

Schilder an den Ortseingängen gestaltet

Gemeinsam wurden auch vier Schilder konstruiert, gebaut und aufgestellt, welche die Besucher nun an den Ortseingängen von Willebadessen begrüßen. »Bei Frank Brömmelhaus haben wir die Konstruktion schweißen lassen, Ortsbürgermeister Uwe Cebul wiederum hat die Schilder bestellt«, erklärt Herbert Ernst, wie alle Räder ineinandergriffen.

Pfiffiges Detail: Die Schilder, auf denen Willebadessener Stadtansichten zu sehen sind, sind austauschbar. Ernst: »Man kann sie tauschen und so zum Beispiel für Feierlichkeiten werben.« Einen Satz Wechselschilder gibt es schon. Der Schützenverein warb damit für sein Fest des Jahres.

Geländer an der Langen Straße errichtet

Vor etwa zwei Wochen folgte dann das nächste Projekt. Eichenbalken aus dem Stadtwald wurden zu einem Geländer verarbeitet, dass an der Langen Straße, gegenüber der Einmündung Wilhelmstraße, steht. Alleine in dieses Projekt investierten die Rentner etwa 100 Stunden Arbeit. Und bereits jetzt steht fest: langweilig wird den Willebadessenern nicht.

Denn die nächste Arbeit steht schon auf dem Programm: Der Komponist und Pianist August Gockel wurde in Willebadessen geboren und fand in der Eggestadt auch seine letzte Ruhestätte. Er wurde 1861 auf dem Willebadessener Friedhof beerdigt. Vor Ort weist ein Gedenkkreuz auf ihn hin. Jedoch ist es sehr restaurierungsbedürftig, erklären die Ehrenamtlichen. Bald soll das Kreuz wieder in altem Glanz erstrahlen – der Rentnertruppe sei Dank.

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