Mi., 21.08.2019

Stoppelfest in Willebadessen-Eissen lebt auf – Erinnerung an Giftmülldeponie-Widerstand »Es lohnt sich, zu kämpfen«

Auf das Fest freuen sich (hinten, von links) Markus Rose, Johannes Becker, Kathrin Becker, Christin Hördemann mit Emil, Paul Arens (Ortsheimatpfleger Eissen) sowie (vorne, von links) Maria Hördemann (Ortsvorsteherin Großeneder), Ann-Kathrin Hördemann.

Auf das Fest freuen sich (hinten, von links) Markus Rose, Johannes Becker, Kathrin Becker, Christin Hördemann mit Emil, Paul Arens (Ortsheimatpfleger Eissen) sowie (vorne, von links) Maria Hördemann (Ortsvorsteherin Großeneder), Ann-Kathrin Hördemann. Foto: Daniel Lüns

Von Daniel Lüns

Willebadessen (WB). Zum 30-jährigen Bestehen der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal wird es in Eissen wieder ein Stoppelfest geben. Nach dem Ende der Giftmülldeponie-Pläne war dort in den 1990er-Jahren gefeiert worden. Nun feiert die Veranstaltung am Samstag, 31. August, ihr Revival.

»Die jetzt heranwachsende Generation weiß gar nicht mehr, was damals geschehen ist«, sagt Paul Arens, Ortsheimatpfleger von Eissen. »Dabei ist das Thema in Zeiten von ›Fridays for Future‹ aktueller denn je«, ergänzt Kathrin Becker. Die Organisatorin des Festes war damals Mitbegründerin der Bürgerinitiative (BI) und auch in Detmold dabei, als die Bürger gegen die Giftmülldeponie-Pläne auf die Straße gingen.

»Wir haben damals gezeigt, dass es sich lohnt, zu kämpfen«, sagt Arens. Zudem seien dadurch die Orte Eissen, Lütgeneder und Großeneder – zwischen ihnen sollte die Deponie entstehen – zusammengerückt. Auch das aktuelle Stoppelfest wird von Engagierten aus den drei Orten geplant.

An Bord ist unter anderem auch Maria Hördemann, Ortsvorsteherin von Großeneder. Ihr Sohn Markus war auch in Detmold dabei, Sohn Rupert spielte als Kind auf dem Stoppelfest. Beide sind mittlerweile verheiratet (mit Ann-Kathrin und Christin Hördemann) und haben Kinder. Damit wird beim neuen Stoppelfest sogar die neue Generation der Heimatkämpfer anwesend sein.

Das Festprogramm

Gefeiert wird, wie schon vor 25 Jahren, im Stubbig bei Eissen, wo früher das Mahnkreuz stand. Los geht es am 31. August um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Stoppelfeld. Er wird vom Jugendorchester des Musikvereins Borgentreich mitgestaltet. Im Anschluss folgen eine Begrüßung und ein Frühschoppen mit Musik.

Danach wird Landsatiriker Udo Reineke auftreten. Ab 12 Uhr gibt es Mittagessen, 14.30 Uhr folgen Kaffee und Kuchen. Am Nachmittag ist für Spiel und Spaß gesorgt. Unter anderem soll die Jazz-Dance-Gruppe »Mystery« aus Lütgeneder auftreten. Zudem werden ein Wettmähen mit der Sense und ein Kuhfladenroulette angeboten. Für Kinder soll ggf. eine Strohburg aufgebaut werden.

Parkflächen werden ausgewiesen, bei schlechtem Wetter ist die Veranstaltung in der Hüssenberghalle in Eissen. Veranstalter des Stoppelfestes in der Bürgerverein Eissen. Ab 9.30 Uhr wird in Eissen ein Fahrdienst angeboten. Interessierte melden sich bei Bernd Becker, Telefon 0171/5480585.

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