Ware soll für einen Gastronomiebetrieb im Kreis Paderborn bestimmt gewesen sein
Kiloweise ungekühltes Fleisch im Auto

Willebadessen (WB). Eigentlich hatten die Beamten der Kreispolizeibehörde Höxter den schwarzen Mercedes nur angehalten, weil er auf der L 828 bei Willebadessen-Borlinghausen zu schnell unterwegs war. Beim Blick ins Wageninnere staunten die Polizisten nicht schlecht.

Mittwoch, 11.09.2019, 14:48 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 17:22 Uhr
Die Kreispolizei Höxter hat am Dienstag einen Mercedes angehalten, auf dessen Rückbank kiloweise Fleisch für einen Gastronomiebetrieb ungekühlt transportiert wurden. Foto: Polizei
Die Kreispolizei Höxter hat am Dienstag einen Mercedes angehalten, auf dessen Rückbank kiloweise Fleisch für einen Gastronomiebetrieb ungekühlt transportiert wurden. Foto: Polizei

Die beiden Männer in der Limousine hatten auf den Lederrücksitzen und in den Fußräumen etliche Plastiksäcke und Kartons mit Fleisch gelagert, das ungekühlt transportiert wurde. Bei der Kontrolle gegen 13.45 Uhr war es 18 Grad warm. Weitere Lebensmittelpackungen befanden sich sogar auf der Heckablage, wo sie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren.

Im Laufe der Kontrolle entdeckten die Polizeibeamten im Kofferraum weitere Mengen Fleisch, das dort ebenfalls ungekühlt in Plastikverpackungen verstaut war. Nach Angaben der beiden Männer, die entsprechende Belege vorzeigen konnten, hatten sie die Ware vormittags bei einem Großhandel in Kassel gekauft. Sie war zum Verzehr für einen Gastronomiebetrieb im Kreis Paderborn bestimmt.

Teile des Fleisches mussten entsorgt werden

Aufgrund dessen forderten die Polizeibeamten die Lebensmittelüberwachung des Kreises Höxter an. An der Kontrollstelle untersuchte ein Mitarbeiter das Fleisch. Die hygienischen Zustände waren nicht vorschriftsmäßig. Teile des Fleisches mussten entsorgt werden. Andere Teile befanden sich noch im tolerierbaren Temperaturfenster und wurden im Kofferraum verstaut, der durch den Lebensmittelkontrolleur versiegelt wurde.

Das zuständige Amt im Kreis Paderborn wurde zur weiteren Bearbeitung informiert und leitete am Bestimmungsort entsprechende Maßnahmen ein.

 

Kommentare

Frank Steiner  schrieb: 12.09.2019 09:15
Es ist vollkommen richtig, dass dieses Fleisch rigoros aus dem Verkehr genommen wurde, und die Transporteure bestraft werden. Allerdings muss es nicht vernichtet werden! Für den Eigengebrauch kann man Fleisch problemlos 1,5 Tage bei Zimmertemperatur lagern, wenn es anschließend gut durchgebraten wird. Anschließend kann man es noch mal 1,5 Tage bei Zimmertemperatur lagern. Insgesamt sind 3 Tage problemlos ungekühlt möglich. Ich rede aus eigenen Erfahrungen. Es ist jedoch nicht tolerierbar, dass solches Fleisch an zahlende "Gäste" verkauft wird! Warum wird der Name des betreffenden Restaurants verschwiegen? Die Verbraucher sollten ein Recht darauf haben, es zu erfahren, wenn es öffentlich zugänglich ist. Hiermit wächst nun auch das Misstrauen gegen die qualitativ einwandfreien Restaurantbetreiber. Man kann nun keine objektive Auswahl treffen, wo man beim nächsten Abendessen gut aufgehoben ist. Nicht wenige Restaurant-Betreiber beziehen ihre Waren aus Sonderposten-Läden mit abgelaufendem Haltbarkeitsdatum, und teilweise aus( kostenlosem) Fabrikverkauf! Darunter Betreiber, von denen man es niemals erwartet hätte. Also Vorsicht!
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