Mi., 01.01.2020

Biolandhof Engemann macht bei Leader-Projekt mit Gemeinwohl wird bemessen

Christian Einsiedel (von links), Julia Engemann, Klaus Engemann, Marie-Christin Stein, Fabian Himme, Hans Hermann Bluhm und Yannik Engemann vor Ort.

Christian Einsiedel (von links), Julia Engemann, Klaus Engemann, Marie-Christin Stein, Fabian Himme, Hans Hermann Bluhm und Yannik Engemann vor Ort.

Willebadessen (WB). Wie trägt eine Firma zum Gemeinwohl bei? Das wollen fünf Unternehmen aus dem Kreis Höxter in einem Projekt ausprobieren. Sie wollen sich nicht nur an einem Gewinn messen, sondern eben auch an ihrem Beitrag zum Gemeinwohl. Der Biolandhof Engemann aus Eissen macht mit.

Als eines der ersten Unternehmen im Kreis Höxter erstellen Klaus Engemann und sein Team eine sogenannte „Gemeinwohl-Bilanz“. Mehrere Arbeitstreffen hat es dazu bereits gegeben. Auch Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm informierte sich vor Ort über Stand und Methodik des Projekts.

Engagement für bio-faire Lebensmittel

„Wir engagieren uns seit Jahren für bio-faire Lebensmittel“, erklärt Klaus Engemann. „Mit der Gemeinwohl-Bilanz können wir dieses Engagement noch einmal auf andere Weise sichtbar machen und auch systematisch erweitern.“

Unterstützung kommt dabei von Marie-Christin Stein und Fabian Himme. Sie studieren Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule OWL in Lemgo und begleiten den Biolandhof bei der Zertifizierung. Dabei schlüpfen sie in die Rolle studentischer Berater, die das Handwerkzeug der Gemeinwohl-Bilanz nicht nur theoretisch erlernen, sondern auch direkt im Unternehmen anwenden.

Ab Januar möchte auch die Willebadessener Stadtverwaltung ihr Handeln nach diesem Modell überprüfen. Bürgermeister Hans Hermann Bluhm zeigte sich beeindruckt vom Pioniergeist der Beteiligten. „Ich sehe mit Freude, mit wie viel Engagement hier bei uns in Willebadessen etwas ohnehin Gutes noch besser gemacht wird“, sagte er.

Gemeinwohl besonders im Blick

„Als Kommune haben wir das Gemeinwohl natürlich besonders im Blick. Zu nennen sind beispielsweise das Klimaschutzkonzept und die Rezertifizierung als familienfreundliches Unternehmen. Gleichzeitig kann man immer dazulernen. Der Rat der Stadt Willebadessen hat deshalb am 26. September einstimmig beschlossen, 2020 unsere erste Gemeinwohl-Bilanz zu erstellen.“

„In diesem Prozess betrachtet man Firmen beziehungsweise Verwaltungen bewusst durch eine andere Brille als üblich“, ergänzt Referent Christian Einsiedel vom Projekt „Gemeinwohl-Region Kreis Höxter“. Der Perspektivwechsel helfe, für die neuen Herausforderungen unserer Zeit auch neue, am Gemeinwohl orientierte Lösungen zu finden.

Diesen innovativen Ansatz möglichst vielen Akteuren im Kreis nahezubringen sei das Ziel des mit Leader-Mitteln geförderten Projekts, sagt Einsiedel. Am Projekt machen auch die Vinsebecker Graf Metternich Quellen, die Lebenshilfe Brakel und die beiden Steinheimer Unternehmen Chemical Check und Petersilchen mit.

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