Beliebtes Ausflugsziel in der Egge – Pächter wollen Park noch attraktiver gestalten
Wildgehege profitiert von Corona-Krise

Warburg (WB). Das Wildgehege in Willebadessen ist in diesen Tagen bei großen und kleinen Besuchern besonders beliebt. „Durch die Corona-Krise haben wir deutlich an Zulauf gewonnen“, berichten die Pächter Thomas Böger und Uwe Hödicke. Seit mehr als vier Jahren führen sie den beschaulichen Wildpark in der Egge.

Donnerstag, 21.05.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 21.05.2020, 05:01 Uhr
Uwe Hödicke und Thomas Böger füttern das Rotwild im Wildgehege Willebadessen mit Gemüse und Obst. Seit mehr als vier Jahren führen sie den beschaulichen Wildpark in der Egge. Dieser erfreut sich insbesondere in Corona-Zeiten großer Beliebtheit Foto: Bettina Peters
Uwe Hödicke und Thomas Böger füttern das Rotwild im Wildgehege Willebadessen mit Gemüse und Obst. Seit mehr als vier Jahren führen sie den beschaulichen Wildpark in der Egge. Dieser erfreut sich insbesondere in Corona-Zeiten großer Beliebtheit Foto: Bettina Peters

60 Tiere auf einer Fläche von elf Hektar

„Aus den Kreisen Lippe, Gütersloh, Paderborn und sogar aus Soest und Kassel kommen die Menschen zu uns“, erzählt Uwe Hödicke. „Sie genießen hier die Weitläufigkeit unseres Geheges. Besucher können sich hier auch bei stärkerem Andrang gut aus dem Weg gehen und den nötigen Abstand zueinander halten“, erklärt Hödicke. Das Gehege erstreckt sich über eine Fläche von elf Hektar und beheimatet aktuell mehr als 60 Tiere. Wildschweine, Rot-, Dam- und Sikawild sowie Mufflons, Wildschafe aus Korsika, fühlen sich sichtlich wohl.

„Das momentane Lieblingsfutter unsere Wildschweine sind eindeutig Weintrauben“, weiß Pächter Thomas Böger. „Futter erhalten wir vom Willebadessener Rewe-Markt – unverkäufliche Obst- und Gemüsereste, die von der Tafel nicht genommen werden“, erläutert Böger. Das Rotwild fresse außerdem silierten Apfeltrester, den die Willebadessener Mosterei Peters dem Gehege zur Verfügung gestellt habe. „Das restliche Futter kaufen wir zu. Durch die anhaltende Trockenheit reicht leider das Gras nicht aus, das auf den umzäunten Wiesen wächst. Da geht es uns genauso wie den Landwirten“, so Böger.

Das sei aber keine Aufforderung an Besucher, die Tiere zu füttern“, betont Uwe Hödicke. „Das Wild wird von uns versorgt und bekommt genug zu fressen. Wenn ein Besucher doch mal etwas Falsches füttern würde, drohen Koliken oder andere Krankheiten.“

Vier Frischlinge im Wildschweingehege

Großer Beliebtheit, gerade bei den jüngeren Besuchern des Wildparkes, erfreuen sich momentan die vier Frischlinge im Wildschweingehege. „Bei dem Dam- und Rotwild kann es jederzeit soweit sein, dass ein Kalb gesetzt wird und wenn alles glatt läuft, bekommen wir dieses Jahr acht neue Sikakälber“, freuen sich die Pächter des Wildparkes.

In den vergangenen Jahren haben Thomas Böger und Uwe Hödicke fleißig investiert. Dreißig Apfelbäume wurden gepflanzt und sechzig Eichenpfähle erneuert. Beim Wildschweingehege soll ein weiterer Elektrozaun als Doppelzaun die Tiere gegen die afrikanische Schweinepest schützen.

Entspannen auf der Waldschaukel

„Ziemlich stolz sind wir auf unsere neue Waldschaukel, die im Herbst 2019 aufgestellt wurde und von den Besuchern gern zum Entspannen in der Sonne genutzt wird. Gesponsert wurde sie von Europäischen Fond für regionale Entwicklung, die qualifizierte Wanderwege auszeichnet“, erklärt Thomas Böger. Besagte Schaukel genießt auch Anastasia Frese mit ihren Kindern Lukas und Leonard aus Willebadessen. „Es tut gut, einfach mal an die Luft zu kommen. Das Wildgehege können wir ohne Auto erreichen und ein klasse Ausflugsziel mit den Kindern. Wir sind jedes Wochenende hier.“

Auch Monique und Lorinda Klatte aus Willebadessen teilen diese Meinung. „Momentan bereite ich mich auf meinen Abschlussprüfungen vor. Da ist es schön, nach dem Lernen an die Luft zu kommen“, erklärt Lorinda Klatte. Schwester Monique ergänzt: „Wir haben echt Glück, die Natur direkt vor der Haustür zu finden.“

Neue Futter- und Unterstände geplant

Für 2020 haben sich die Pächter einiges vorgenommen. Neben 200 Metern Außenzaun, die sie erneuern möchten, planen sie einen Unterstand für das Muffelwild und das Befestigen der Futterbereiche. „Bei dem Rotwild möchten wir noch einen Kälberfutterstand errichten, damit die Kälber ungestört von den großen Tieren fressen können und ihre Ration erhalten“, erläutert Hödicke. „Helfende Hände sind bei den Reparaturarbeiten immer willkommen. Bei Interesse einfach bei uns melden.“

Der Eintritt ist frei

Der Eintritt in das Gehege ist kostenlos. Bis zum Einbruch der Dunkelheit sind Besucher willkommen. Hunde müssen an der Leine geführt werden. Interessierte, die gern mit anpacken würden, erreichen die Pächter per E-Mail an sanne6919@t-online.de

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