CDU Willebadessen zieht Bilanz und setzt sich Ziele für die Zeit nach der Wahl
Grundschule Peckelsheim modernisieren

Willebadessen (WB). Norbert Hofnagel ist Realist. Der 53-jährige Vater von drei Kindern und CDU-Bürgermeisterkandidat in Willebadessen will vor der Kommunalwahl am 13. September nichts zusagen, was er später nicht halten kann. „In Corona-Zeiten ist alles, was man versprechen könnte, spekulativ“, sagt er.

Samstag, 13.06.2020, 11:04 Uhr aktualisiert: 13.06.2020, 11:10 Uhr
Sie bereiten für die Willebadessener CDU die Kommunalwahl vor (von links) Heiko Hansmann (Stadtverbandsvorsitzender), Hubert ­Gockeln (Fraktionschef), Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und Bürgermeisterkandidat Norbert Hofnagel. Foto: Jürgen Vahle
Sie bereiten für die Willebadessener CDU die Kommunalwahl vor (von links) Heiko Hansmann (Stadtverbandsvorsitzender), Hubert ­Gockeln (Fraktionschef), Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und Bürgermeisterkandidat Norbert Hofnagel. Foto: Jürgen Vahle

Weiter solide Wirtschaften sei daher das Motto für den Fall, dass er zum Nachfolger von Hans Hermann Bluhm gewählt wird, berichtete er bei einer Pressekonferenz zum Wahlkampfauftakt im Jägerhof, bei der die Parteispitze auch eine Bilanz der Legislaturperiode gezogen hat.

Den Stand halten

„Was passiert in der zweiten Stufe der Corona-Pandemie?“ Das ist für Norbert Hofnagel die alles entscheidende Frage. Daran werde sich bemessen, in welcher finanziellen Lage sich Willebadessen in Zukunft befinde. Daher sei es zunächst wichtig, den guten Stand, den die Stadt erreicht habe, zu halten, bewusst zu haushalten und bei Investitionen ein „waches Auge“ auf die Kassenlage haben. Natürlich müsse die Verwaltung weiter das Zusammenleben gut organisieren und mutigen Unternehmen helfen.

Regionales Wirtschaften

Vor allem liegen Norbert Hofnagel, der als Geschäftsführer des Maschinenrings Chef von 40 Mitarbeitern ist, die regionalen Wirtschaftskreisläufe am Herzen. Die will er weiter fördern. Als gutes Beispiel dafür nannte Hofnagel die Bio-Betriebe in Eissen. Der Landwirt aus Löwen will sich auch dafür einsetzen, dass der ländliche Raum wieder von mehr Menschen als Region wahrgenommen wird, in der es sich lohnt, zu Hause zu sein.

Weiter investiert werden müsse in die erneuerbaren Energien. Hier sei Willebadessen schon auf einem guten Weg. Die Eggeschule sei erst kürzlich als Positiv-Gebäude vorgestellt worden – ein Gebäude, dass durch Fotovoltaik mehr Energie erzeugt, als in ihm gebraucht wird.

Firmenansiedlungen

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Heiko Hansmann, Fraktionschef Hubert Gockeln und Bürgermeister Hans Hermann Bluhm nutzen die Gelegenheit auch, um drei Monate vor der Wahl eine Bilanz der politischen Arbeit zu ziehen. Bluhm lobte ausdrücklich, dass viele Entscheidungen auch in gutem Miteinander mit der SPD getroffen worden seien.

Erfreulich viele neue Betriebe hätten sich beispielsweise in den vergangenen fünf Jahren angesiedelt. Hoffmeister Industrietore, Kleintierpraxis Koch, Busreiseunternehmen Schulz, Transportunternehmen Behler, Castineira Mechatronik, Fot Maschinenhandel, Lurix und Hartmann Automobile wurden namentlich erwähnt. „Wir freuen uns auch sehr über viele neu entstandene Kleinbetriebe. Wir sind zudem froh, dass der Aldi-Markt in Willebadessen wieder eröffnet hat“, heißt es in einem Flyer, der auch für Wahlkampfzwecke verteilt wird.

Leerstand

Um dem wachsenden Leerstand von Häusern zu begegnen, sei ein Konzept erarbeitet worden. Mit einigen Eigentümern leer stehender Immobilien seien bereits Gespräche geführt worden. „Es geht um attraktive Neunutzungen, um Veräußerungen bis hin zu gefördertem Abriss“, berichtet die CDU. Mit dieser Vorgehensweise soll der Leerstand schrittweise verringert werden.

In allen Dörfern sei mit den Bürgern ein Prozess initiiert worden, um die Orte zukunftsfest zu machen. Inzwischen seien die ersten Bürgerprojekte in Eissen, Niesen, Ikenhausen und Schweckhausen in der Umsetzung. „Die anderen Orte werden folgen“, versprach die CDU.

Schule und Bildung

In der Corona-Krise habe sich herausgestellt, dass die Eggeschule und die Grundschulen im Bereich der Digitalisierung weit besser als der Durchschnitt aufgestellt seien. „Trotzdem wollen wir diesen Bereich weiter ausbauen“, verspricht die CDU. Zuletzt sei bereits die Eggeschule modernisiert und den pädagogischen Erkenntnissen angepasst worden.

Die Grundschule in Willebadessen werde derzeit erweitert und modernisiert. „Im nächsten Schritt wollen wir dies auch für die Grundschule in Peckelsheim umsetzen“, schreibt die CDU weiter. Das Familienzentrum (Kita) in Peckelsheim sei erneuert und erweitert worden, die Erweiterung der Zipfelmütze und der Umbau des St.-Vitus-Kindergartens durch die Elterninitiative und die Kirchengemeinde sei durch die Stadt gefördert worden.

Sport

Als Erfolg wertet die CDU den Bau des Kunstrasenplatzes in Peckelsheim, bei dem Fördergelder in Höhe von 90 Prozent geflossen seien. „Damit wurde der Wunsch der Vereine Wirklichkeit, wetterunabhängig die Fußballspiele durchführen zu können.“ Zeitgleich sei die traditionsreiche und wegen der Asche gefürchtete Hibbeke-Kampfbahn in Eissen zum Rasenplatz umgebaut worden.

Breitbandausbau

In allen Orten sei schnelles Internet gemeinsam durch die Städte und den Kreis ermöglicht worden. „Hier kann nun jeder mit mindestens 50 Mbit surfen. Für die meisten Haushalte stehen sogar 100 Mbit zur Verfügung“, berichtet die CDU. Jetzt will sich die CDU dafür einsetzen, dass auch außerhalb der Ortskerne wohnenden Bürgen das Breitbandangebot erhalten.

Klimaschutz

Der Ausbau von Fotovoltaik soll weiter vorangetrieben werden. Die Stadt habe den Preis „Bioenergiekommune“ als eine von drei in Deutschland 2016 für ihr vorbildliches Engagement in diesem Bereich erhalten. Der eingeschlagene Weg sei richtig – und rechne sich. In den vergangenen 18 Jahren habe die Stadt Willebadessen 1,3 Millionen Euro dadurch eingespart, dass verstärkt auf erneuerbare Energie gesetzt worden sei.

Weitere Punkte

Als in Teilen ihren Erfolg wertet die CDU auch den Ausbau des Busbahnhofs Peckelsheim, den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen in mehreren Orten, die Neuverpachtung des Wildgeheges, die Modernisierung des Hallenbads sowie die großen Investitionen in die Ausstattung der Feuerwehr.

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