Willebadessen: Ausschuss stimmt für Zuschüsse für Baumaßnahmen
Stadtteile sollen schöner werden

Willebadessen (WB). Das Ortsbild der Willebadessener Stadtteile Peckelsheim und Willebadessen soll schöner werden. Die Weichen dafür hat am Mittwochabend der Bauausschuss gestellt. Er sprach sich einstimmig für die Umsetzung einer Vergaberichtlinie aus, mit der Hausbesitzer Fördermittel beantragen können, wenn sie ihr Anwesen aufwerten. Zuschüsse bis 40.000 Euro sind möglich.

Samstag, 13.06.2020, 07:00 Uhr
Peckelsheim aus der Vogelperspektive: Das Ortsbild der Willebadessener Stadtteile Peckelsheim und Willebadessen soll schöner werden. Künftig sollen Eigentümer daher Fördermittel beantragen können, wenn sie in ihr Haus herrichten lassen möchten. Foto: DSK Bielefeld
Peckelsheim aus der Vogelperspektive: Das Ortsbild der Willebadessener Stadtteile Peckelsheim und Willebadessen soll schöner werden. Künftig sollen Eigentümer daher Fördermittel beantragen können, wenn sie in ihr Haus herrichten lassen möchten. Foto: DSK Bielefeld

Das „Haus- und Hofflächenprogramm“, so heißt die Vergaberichtlinie, wurde vom Bielefelder Büro der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) erstellt. Gebietsleiter Carsten Lottner stellte das Programm und die Bedingungen für eine Förderung im Ausschuss vor. „Immobilien prägen das Stadtbild. Und wir haben in Peckelsheim und Willebadessen teilweise einen großen Investitionsstau in den Gebäuden“, sagte er.

30.000 Euro stehen zunächst bereit

Um den Hausbesitzern finanziell unter die Arme zu greifen, wurde festgelegt, für wen und wofür es wie viele Fördermittel gibt. Zunächst stehen insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung. „Die wurden bereits bewilligt“, erklärte Lottner. Das Geld stammt aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt. Wenn dieser Topf leer ist, ist es aber möglich, weitere Mittel beim Land zu beantragen, ergänzte der Diplom-Ingenieur.

Zuschüsse können für Maßnahmen beantragt werden, die in den zwei definierten Gebieten „Ortskern Willebadessen“ und „Ortskern Peckelsheim“ liegen. Der Willebadessener Stadtrat hatte diese integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepte (Isek) im April 2019 beschlossen. Gefördert werden Maßnahmen, die in erster Linie der Optik dienen.

Zuschuss ist zweckgebunden

Rein energetische Sanierungen etwa sind demnach nicht über dieses Pogramm förderbar. Ebenfalls kein Geld gibt es für Maßnahmen, die Hausbesitzer in der Vergangenheit erledigt haben. Geld beantragen kann zum Beispiel der, der seine öffentlich sichtbaren Fassaden oder Dächer instand setzen, seine Hoffläche herrichten oder befestigte Areale in Grünflächen umwandeln möchte. 50 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten sind bezuschussbar.

Die genaue Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Maßnahme und dem Objekt. Zudem gibt es weitere Bedingungen. Eine Förderung erfolgt zum Beispiel nur, wenn der Zuschuss mindestens 500 Euro beträgt. Zudem sind die Maßnahmen zehn Jahre ab der Auszahlung des Zuschusses zweckgebunden. In dieser Zeit muss etwa der Zustand, den ein Haus durch die Förderung erreicht hat, erhalten werden.

40.000 Euro sind das Maximum

Bis zu 1000 Euro gibt es für die Herstellung einer barrierefreien Zuwegung (2000 Euro bei Denkmälern). Bis zu 3000 Euro gibt es für den Austausch von Schaufensteranlagen, Türen und Fenstern (6000 Euro bei Denkmälern). Wer Hofflächen entsiegelt, kann bis zu 5000 Euro bekommen (10.000 Euro bei Denkmälern). Bis zu 10.000 Euro gibt es bei Maßnahmen an Gebäudeaußenfassaden oder Dächern (20.000 Euro bei Denkmälern).

Auch eine Förderung oberhalb dieser Grenzen ist möglich. Dafür muss die Maßnahme aber im besonderen Interesse der Stadt liegen. In dem Fall können bis zu 20.000 Euro für ein Grundstück und bis zu 40.000 Euro bei denkmalgeschützten Gebäuden abgerufen werden.

Förderfibeln verteilen

Das letzte Wort zum Haus- und Hofflächenprogramm hat der Willebadessener Stadtrat. Er soll in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 25. Juni, über das Thema beraten. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr in der Zehntscheune in Peckelsheim. Gibt auch der Rat grünes Licht, dann soll das Förderprogramm beworben werden.

Zum Beispiel soll eine Internetseite erstellt werden, auf der die Bedingungen für eine Förderung erläutert werden. Auch das Ausrichten von Informationsveranstaltungen sei denkbar, sagte Carsten Lottner. Förderfibeln könnten an die Haushalte in den zwei Gebieten verteilt werden.

Voraussichtlich im Herbst könnte das Programm anlaufen. Dann könnten auch die ersten Anträge gestellt werden.

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