Willebadessen: Prozession fällt aus – Festhochamt wird auf Leinwand übertragen
Vitusfest im Zeichen von Corona

Willebadessen (WB). So ein Vitusfest hat Willebadessen noch nie gefeiert: Im Zuge der Corona-Krise fiel die gut besuchte Prozession aus. Auch die Schützen-Veranstaltungen wurden gestrichen. Beim Feiern des Festhochamtes in der St.-Vitus-Kirche konnten am Sonntag nur 65 Plätze genutzt werden. Daher wurde die Messe zusätzlich auf eine Leinwand auf den Kirchenvorplatz übertragen.

Montag, 22.06.2020, 06:58 Uhr aktualisiert: 22.06.2020, 07:00 Uhr
In einer kurzen Runde wurde der Vitusschrein über den Kirchenvorplatz in die Kirche getragen. Dabei durfte auch der farbenfrohe und aufwendig hergestellte Blumenteppich nicht fehlen – auch wenn er diesmal viel kürzer war, als sonst. Foto: Daniel Lüns
In einer kurzen Runde wurde der Vitusschrein über den Kirchenvorplatz in die Kirche getragen. Dabei durfte auch der farbenfrohe und aufwendig hergestellte Blumenteppich nicht fehlen – auch wenn er diesmal viel kürzer war, als sonst. Foto: Daniel Lüns

Doppelte Premiere

Dennoch ließ es sich Weihbischof em. Manfred Grothe nicht nehmen, das Festhochamt mit der Gemeinde zu feiern. Das Begehen so eines Festes in dieser Zeit und unter diesen Bedingungen bezeichnete er als einen „abenteuerlichen Erkundungspfad“. Für Grothe war es dabei in doppelter Hinsicht eine Premiere: Zum einen als erstes Vitusfest im Zeichen des Virus, zum anderen für ihn selbst – denn das Willebadessener Fest hatte er bisher noch nie gefeiert.

Die Heilige Messe am Vitustag, dem Montag, 15. Juni, an der Vituskapelle war ausgefallen. Am Samstag wurde dann wie gewohnt die Erhebung der Reliquien in der Gründerkapelle ausgerichtet. Der Vitusschrein wurde danach in die Pfarrkirche überführt. Am Sonntag ging es dann mit dem Feiern des Festhochamtes weiter.

Ehrenwache der Schützen

Vitusfest unter Corona-Auflagen

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  • Foto: Daniel Lüns
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  • Foto: Schützenbruderschaften St. Johannes und St. Sebastian
  • Foto: Schützenbruderschaften St. Johannes und St. Sebastian

Der Vituschrein wurde in einer kurzen Runde über den Kirchenvorplatz in die Kirche getragen. Dabei konnten die Gläubigen dann auch den stets aufwendig hergestellten Blumenteppich bestaunen – wenn auch in einer diesmal sehr kurzen Version. Sie reichte vom Kircheneingang ungefähr bis zur Straße. Helfer achteten zwischendurch darauf, dass Abstände eingehalten wurden und dass sich die Gläubigen registrierten.

Im Anschluss an das Festhochamt hielten Schützen der St.-Johannes- und St.-Sebastian-Bruderschaften am Vitusschrein bis 16 Uhr eine Ehrenwache. Alle 30 Minuten wechselten sich die Vorstände, Obristen oder Königsoffiziere dabei ab. Den Anfang machten die aktuellen Könige, Volker Kröger (St. Johannes) und Sascha Baumann (St. Sebastian).

„Es ist eine Katastrophe.“

Mario Schmidt, Vorsitzender der Bruderschaften, tat dieses besondere Vitusfest weh. „Es ist eine Katastrophe“, schilderte er. „Als christliche Bruderschaften fühlen wir uns mit dem Vitusfest besonders verbunden.“ Immerhin sei eine abgespeckte Variante möglich. Denn einen Ausfall des Festes, das könne man sich kaum vorstellen.

Auch die Gefallenenehrung am Ehrenmal fiel kleiner aus, als sonst. Schmidt: „Das machten dieses Mal nur die beiden Obristen. Ansonsten stehen da etwa 300 Leute.“ Eine Abschlussandacht um 19 Uhr beendete das Vitusfest.

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