St.-Sebastian Willebadessen-Peckelsheim bietet Bier-Drive-In an – Verkauf von Fisch und Waffeln
Schützenfest zum Mitnehmen

Willebadessen (WB). Obwohl Corona das eigentliche Schützenfestfeiern unmöglich macht, schmeißt der St.-Sebastian-Schützenverein Willebadessen-Peckelsheim die Flinte nicht ins Korn. Neben der Schützenhalle installierten die Aktiven einen Freibier-Drive-In für ihre über 460 Vereinskollegen. Der „Ausschank“ war am Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Montag, 22.06.2020, 09:04 Uhr aktualisiert: 22.06.2020, 09:10 Uhr
Sebastian Genau (links) bekam von Oberst Daniel Dreker sein Sixpack überreicht. Viele der 460 Vereinskollegen des St.-Sebastian-Schützenvereins Peckelsheim nutzten die Gelegenheit und schauten beim Bier-Drive-In vorbei. Foto: Bettina Peters
Sebastian Genau (links) bekam von Oberst Daniel Dreker sein Sixpack überreicht. Viele der 460 Vereinskollegen des St.-Sebastian-Schützenvereins Peckelsheim nutzten die Gelegenheit und schauten beim Bier-Drive-In vorbei. Foto: Bettina Peters

Rückstau vermeiden

Peckelsheimer Schützenfest im Drive-In

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„Wir haben uns überlegt, wie wir ein bisschen Schützenfestambiente auf die Beine stellen können“, erklärt Feldwebel Patrick Tomberg. Mit Oberst Daniel Dreker und dem ersten Hauptmann Guido Schmidt als geschäftsführender Vorstand hat er die Aktion ins Leben gerufen. „Durch den Drive-In können wir unseren Vereinskameraden ein Schützenfest zum Mitnehmen anbieten.“

Normalerweise erhalten die Schützen Freimarken für Getränke und Verpflegung. „Da haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unseren Mitgliedern etwas zurückgeben könnten“, sagt Tomberg. Nachdem die Behörden grünes Licht gegeben hatten, ging es los. Die Schützen wurden gebeten, die Schützenhalle über die Straße „im Bruch“ und dann über die Bushaltestelle der Realschule beim Schützenweg anzufahren. „So wollten wir einen Rückstau auf die Lange Torstraße vermeiden.“

Fisch und Waffeln

Außerdem entschieden die Organisatoren, die Ausgabe mit maximal zehn Vereinsmitgliedern zu gestalten. Tomberg: „Wichtig für uns war, dass auf keinem Fall ein Versammlungscharakter entsteht. Es galt die Abstandsregeln, die wegen Corona vorgeschrieben werden, unbedingt einzuhalten. Deswegen darf das Bier auch nicht vor Ort getrunken werden.“ Bei Fußgängern oder Radfahrern war es schon schwieriger, Abstand zu halten. „Deswegen wurden Tische aufgebaut, bei denen man sich das Sixpack einfach nehmen kann. Hier ist Selbstbedienung angesagt“, sagt Oberst Daniel Dreker.

Um auch andere Akteure des Schützenfestes zu unterstützen, wurde zum Beispiel Festwirt „Lütkemeier & Jöring“ eingeladen, auf dem Schützenplatz Fischbrötchen zum Mitnehmen zu verkaufen. Julia Unrau und Janine Scholz versorgten die Schlange stehenden Peckelsheimer mit der Leckerei. „Wir sind zum ersten Mal nach dem Lock-Down wieder mit unserem Stand unterwegs. Man freut sich richtig aufs Arbeiten und unter die Leute zu kommen“, berichten sie. Kornelia Arendes aus Borgentreich verkaufte Waffeltüten und Schnuckereien.

Karussells werden vermisst

„Ursprünglich hatten wir überlegt, jedem Schützenbruder das Sechserpack Westheimer Pils vor das Haus zu stellen. Doch der Drive-In ist eine bessere Aktion. Alle treffen sich an einem Ort und da können wir auf keinen Fall jemanden vergessen“, sagt der Feldwebel und lacht. Einige Ehrengäste kamen aber doch noch in den Genuss, das Bier an die Haustür geliefert zu bekommen. Zum Beispiel der ehemalige Feldwebel Georg Rebmann.

Trotzdem ließ Rebmann es sich nicht nehmen, einmal an der Schützenhalle vorbeizuschauen. Mit seiner Frau Martina und den Enkelkindern Bjarne (2) und Malte (6) deckten sie sich mit Waffeltüten ein. Während Bjarne sich mit großer Freude über seine Waffeltüte hermachte, zeigte sein Bruder Malte sich ziemlich geknickt: „Ich möchte unbedingt Karussell fahren und jetzt geht das leider nicht. Das kann ich aber hoffentlich wieder nächstes Jahr.“

„Zusammenhalt trotz Corona“

Auch Heike Schindler kam zur Schützenhalle. Seit mehr als 30 Jahren wohnt sie in Peckelsheim. Ein Jahr ohne Schützenfest, das kann sie sich kaum vorstellen. „Es ist sehr schade, dass das Fest ausfallen muss. Es gehört zum Ort dazu. Aber ich finde es gut, dass in unseren kleinen Ortschaften eine Alternative geboten wird.“

Auch Schütze Hans-Dieter Nübel zeigte sich begeistert von der Aktion: „Selbstverständlich habe ich heute anlässlich des Festtages auch schon unsere Fahne im Garten gehisst. Der Vorstand hat mit dem Bier-Drive-In wenigstens noch ein Stück Schützenfest erhalten. Wir zeigen, dass Tradition und Zusammenhalt trotz Corona möglich sind.“

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