Nach Angriff auf Schafherde in Willebadessen-Eissen liegt das Ergebnisse der DNA-Analyse vor
Es war ein Wolf

Willebadessen (WB/sis/vah). Die fünf Schafe, die Mitte Mai auf einer Weide in Willebadessen-Eissen verletzt worden sind, sind von einem Wolf angefallen worden. Ein Schaf ist später an seinen Bissverletzungen verendet.

Montag, 22.06.2020, 21:23 Uhr aktualisiert: 22.06.2020, 21:30 Uhr
Die genetische Untersuchung der Speichelproben hat ergeben, dass ein Wolf in Eissen eine Schafherde angegangen hat. Foto: dpa
Die genetische Untersuchung der Speichelproben hat ergeben, dass ein Wolf in Eissen eine Schafherde angegangen hat. Foto: dpa

Die genetischen Untersuchungen der Speichelproben durch das Forschungsinstitut Senckenberg haben nachgewiesen, dass die Schafe von einem Wolf verletzt wurden. Bisher liegen noch keine Ergebnisse zur Identität des betreffenden Wolfes vor, berichtet der Landesbetrieb Wald und Holz. Der Tierhalter wurde über das Ergebnis informiert.

Proben genommen

Der Schäfer hatte am Morgen des 16. Mai die schwer verletzten Tiere entdeckt und den Tierarzt verständigt. Dieser hatte aufgrund der massiven Verletzungen die Vermutung, dass es sich um einen Wolfsangriff gehandelt haben könnte. Bei einem Vor-Ort-Termin hatte Friederike Wolff, Wolfsberaterin beim Landesbetrieb, die Verletzungen dokumentiert und bei jedem verwundeten Schaf DNA-Proben genommen, die dann an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LaNUV) geschickt worden sind.

Die etwa 80 Schafe zählende Herde des Nebenerwerb-Schäfers war ausreichend mit einem 1,10 Meter hohen Zaun geschützt. Ein Pfahl des Zaunes war nach Innen gebogen. Womöglich war der Wolf an dieser Stelle über den Zaun gesprungen.

Sichtung im April 2019

Die letzte belegte Sichtung eines Wolfes im Kreis Höxter gab es im April 2019 in Willebadessen. Das Tier wurde von einer Wildkamera auf einer Waldlichtung fotografiert. Friederike Wolff: „Den ersten Wolfsriss in NRW und den bislang einzigen im Kreis Höxter gab es 2009 in Manrode.“

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Weitere Informationen unter https://wolf.nrw/wolf .

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