Mario Schmidt möchte für die SPD Bürgermeister von Willebadessen werden
Vereinsmensch sucht den Dialog

Willebadessen (WB). Wer etwas über Mario Schmidt wissen möchte, der braucht nicht lange suchen: Werdegang, Hobbys, Ziele – diese und weitere Informationen stellt er über Pressemitteilungen oder im Internet bereit. Nähe und Transparenz sind dem 46-jährigen Willebadessener wichtig. Für die SPD möchte er neuer Bürgermeister der Eggestadt werden.

Montag, 20.07.2020, 09:00 Uhr
Im eigenen Garten fühlt Mario Schmidt sich wohl. Der 46-jährige Willebadessener möchte für die SPD Bürgermeister der Stadt Willebadessen werden. Dabei unterstützen ihn auch Ehefrau Alexandra (42) und seine Kinder Hanna (8, links) und Vera (7). Foto: Daniel Lüns
Im eigenen Garten fühlt Mario Schmidt sich wohl. Der 46-jährige Willebadessener möchte für die SPD Bürgermeister der Stadt Willebadessen werden. Dabei unterstützen ihn auch Ehefrau Alexandra (42) und seine Kinder Hanna (8, links) und Vera (7). Foto: Daniel Lüns

Transparenz und Nähe

Offen miteinander reden, den Dialog suchen – darin setzt er einen Schwerpunkt. „Wie soll ich denn mit den Menschen reden, wenn sie mich nicht kennen“, erklärt der Willebadessener. Ein Unbekannter ist er zumindest in seiner Heimatstadt aber nicht: Als „Vereinsmensch“ wirkt er in vielen Vereinen mit. Zum Teil auch in leitender Funktion, wie etwa im Fanfarenzug, im Reiterverein oder in Sportvereinen. Auch war er Gründungsmitglied der Willebadessener Karnevals-Freunde (WKF).

Zudem sind dem Willebadessener soziale Aspekte wichtig. So engagiert er sich etwa im Spendenausschuss des Soldatenhilfswerkes. Das unterstützt unverschuldet in Not geratene Soldaten. Zudem ist Schmidt im Bundeswehrsozialwerk aktiv, das sich für Soldatenkinder einsetzt. Als die Corona-Krise ausbrach, initiierte er die Facebook-Seite „Wir für Willebadessen“ mit. Zunächst nur für die Kernstadt gedacht, entwickelte sich diese zum Forum für das Stadtgebiet. Dort wurden etwa Einkaufshilfen vermittelt.

Dabei helfen, Gräben zu schließen

Im vierten Jahr ist Schmidt auch Vorsitzender der Schützenbruderschaften St. Johannes und St. Sebastian. Gemeinsam mit den Vorsitzenden der Vereine rief er dabei das Stadtkönigsschießen ins Leben – und möchte so ganz nebenbei etwas für das Zusammenleben von Willebadessen und Peckelsheim (und auch der übrigen Ortsteile) tun. „So eine Veranstaltung kann helfen, Gräben zu schließen“, betont der 46-Jährige.

In diesem Jahr wären nämlich erstmals, wenn Corona nicht wäre, alle Schützenvereine des Stadtgebietes vertreten gewesen. Ein tolles Zeichen dafür, dass Willebadessen auch zusammen als eine Stadt feiern kann, findet Schmidt. „Einer der größten Fehler seit der kommunalen Neugliederung war, dass man die alten Gräben einfach hat Gräben sein lassen.“ Ein gemeinsames Stadtfest sei daher ebenfalls wünschenswert.

Traditionen und Heimatbewusstsein, das möchte Mario Schmidt stärken. Zum Vitusfest in den Urlaub fahren? Für ihn undenkbar. Genauso wie die Tatsache, Willebadessen ganz den Rücken zu kehren. Dabei hat es ihn beruflich schon häufiger von zu Hause weggelockt. Als Offizier der Bundeswehr war Schmidt in Auenhausen tätig. Als er nach Kaufbeuren versetzt wurde, um Hörsaalleiter – quasi Lehrer – am Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe Süd zu werden, zog sogar die ganze Familie ins Allgäu.

Starker Rückhalt ist die Familie

Organisationsgeschick, Budgetplanung, ein ehrliches Miteinander und auch das Anleiten und Führen von Kameraden sind Eigenschaften, die Mario Schmidt beim Bund lernte. Seit drei Jahren ist er nun in Köln-Wahn tätig und pendelt alle zwei Wochen in die Domstadt. Das neue Zuhause der Schmidts? Na klar, Willebadessen. „Wir waren nie so richtig weg“, sagt der 46-Jährige. Dennoch braucht es für das Modell einen starken Rückhalt: die Familie.

„Sonst geht es nicht“, betont der Willebadessener. Ohne das Verständnis und Engagement seiner Kinder und Ehefrau Alexandra (42) ließen sich Beruf, Familie und Ehrenamt nicht verbinden. Dabei sind die Schmidts selbst eine Großfamilie: Die Partner brachten aus erster Ehe jeweils zwei Kinder mit, zwei weitere Sprösslinge komplettieren den Haushalt. In dem leben nun sechs Personen zwischen sieben und 46 Jahren.

Zur Patchworkfamilie gehören zudem Tiere wie Fische, Kaninchen, ein Hund und ein Pony. Um allen gerecht zu werden, ist mehr als nur organisatorisches Geschick nötig, erklärt der Familienvater: „Bei uns im Haus sind alle gleich. Und Bedürfnisse werden da gestillt, wo sie anfallen.“ Auch dabei seien Transparenz, Nähe und ein offener Dialog wichtig.

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