Norbert Hofnagel (CDU) möchte Bürgermeister von Willebadessen werden
Macher mit Liebe zur Natur

Willebadessen (WB). Beruflich ist er durch Deutschland und Europa gereist, am Ende zog es Norbert Hofnagel aber immer zurück nach Löwen. Der Ausblick des heimischen Bauernhofes, der Hüssenberg und Desenberg bietet, hat sicher dazu beigetragen. In Willebadessen fühlt sich der bodenständige Unternehmer wohl. Nun bewirbt er sich für die CDU als Bürgermeister der Eggestadt.

Dienstag, 21.07.2020, 07:00 Uhr
Im heimischen Garten und den angrenzenden Feldern fühlt sich ­Norbert Hofnagel wohl. Beruflich war der 54-Jährige bislang in Deutschland und Europa aktiv. Am Ende aber zog es ihn immer ­wieder zurück nach Löwen. Foto: Daniel Lüns
Im heimischen Garten und den angrenzenden Feldern fühlt sich ­Norbert Hofnagel wohl. Beruflich war der 54-Jährige bislang in Deutschland und Europa aktiv. Am Ende aber zog es ihn immer ­wieder zurück nach Löwen. Foto: Daniel Lüns

Mit der Natur fühlt sich der 54-Jährige mit Herzblut verbunden. Der elterliche Bauernhof, den er im Nebenerwerb weiterführt, trägt dazu bei. Land- und Forstwirtschaft, für Hofnagel sind das wichtige Stützen der Region. Zum einen, um sie touristisch zu nutzen und Menschen in die Egge zu locken. Zum anderen im Bereich der Versorgung. „Alles, was der Mensch essenziell braucht – ein warmes Zuhause, Kleidung und Essen – ringt er der Natur ab“, erklärt er. Umso wichtiger ist ihm der Respekt vor den Ressourcen.

Den Strukturwandel auf dem Land begleitet er auch im Bereich der erneuerbaren Energien. Mit der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1999 handelte er etwa den ersten Stromrahmenvertrag für den Nordkreis aus. Auch beschäftigt er sich mit Alternativen für den Wärmeenergiemarkt – auf Basis natürlicher Ressourcen. „Mit Holz automatisiert ein Energienetz betreiben, so etwas war um die Jahrhundertwende völlig neu“, nennt er ein Beispiel.

Pragmatisch, manchmal auch hemdsärmelig

Neugierig setzte Hofnagel das Thema durch. „Ich habe das immer als die Zukunft angesehen. Die Energiewende wird auf dem Land stattfinden und nicht in der Stadt“, sagt der Löwener. Unvoreingenommen sein, auch mal über den Tellerrand gucken: das ist ihm wichtig. Aus der Bewegung entstand unter anderem 2006 der Biomassehof Borlinghausen, 2009 nahm die Bioenergieregion Kulturland Kreis Höxter ihre Arbeit auf.

„Ich bin pragmatisch, manchmal auch hemdsärmelig“, beschreibt Norbert Hofnagel. „Aber wenn man neue Bereiche erschließt, dann muss man auch mal sagen: Wir setzen uns jetzt ein Ziel und machen das.“ Auch müsse man ein Händchen dafür haben, Leute mitzunehmen und zu moderieren.

Ein Netzwerker

Herausforderungen und neue Themenfelder scheut der 54-Jährige nicht. Das beweist schon ein Blick in seinen Lebenslauf. Durch verschiedenste Stationen und Tätigkeiten – unter anderem: Referent, Landwirtschaftlicher Sachverständiger, Geschäftsführer der Landschaftsstation für den Kreis Höxter, Leader-Projektleiter für „Energetisches Bauen mit Holz – Holz aktiv“ – baute er sich ein Netzwerk auf. Eine seiner prägendsten Stationen: Die Arbeit beim Maschinenring.

Hofnagel ist Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes der Maschinenringe. Auch sitzt er im Aufsichtsrat der Maschinenringe Deutschland GmbH. Vor Ort ist der Löwener seit 1998 Geschäftsführer des Betriebshilfsdienstes und Maschinenrings Höxter-Warburg. Als Sprecher der Geschäftsführer der Betriebshilfsdienste und Maschinenringe in Westfalen-Lippe vertritt er die Region. „Ich wollte immer ein Markenbotschafter für den Kreis Höxter werden“, erklärt er.

Familie stärkt ihm den Rücken

Für Hofnagel steht aber fest: Ende des Jahres ist Schluss damit. „Es war eine tolle Zeit. Und diese Entscheidung ist mir auch nicht leicht gefallen.“ Aber zum einen ist ihm das Fördern seiner Nachwuchskräfte wichtig. Zumal er eine grundsolide Firma übergeben könne. Zum anderen kann er sich so voll auf das nächste Ziel konzentrieren: Bürgermeister von Willebadessen zu werden.

Gestärkt wird der Löwener dabei durch seine Ehefrau Gisela und die drei Söhne Manuel (20), Niklas (18) und Thomas (14). Die Familie ist auch sein Ruhepol. Geerdet wird Hofnagel zudem durch sein Engagement im Kirchenvorstand. Zuständig ist er dort für die Finanzen. Auch ist er Mitglied im heimischen Schützenverein und im Ortsbeirat. Ansprechpartner für die Bürger ist der 54-Jährige auch als Ortsbürgermeister seines Heimatortes Löwen.

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