Arbeiten an der Alten Eisenbahn wurden 1846 groß gefeiert
Baubeginn mit Böllerschuss

Willebadessen/Lichtenau (WB/dal). Bei seiner Forschung ist Dr. Fritz Jürgens, Grabungsleiter der Alten Eisenbahn, auf einen Zeitungsartikel zum Spatenstich des Großprojektes gestoßen. Der „Allgemeine Anzeiger“ berichtete am 1. März 1846 vom Baubeginn am 24. Februar, der mit Böllerschüssen und Jubelrufen gefeiert worden war.

Donnerstag, 23.07.2020, 05:00 Uhr
So „geschah der erste Spatenstich unter einem lauten ‚Mit Gott‘ und Böllerschüsse [...] begleiteten das laute Lebehoch“. So wurde 1846 über den Baubeginn berichtet. Foto: Allgemeiner Anzeiger
So „geschah der erste Spatenstich unter einem lauten ‚Mit Gott‘ und Böllerschüsse [...] begleiteten das laute Lebehoch“. So wurde 1846 über den Baubeginn berichtet. Foto: Allgemeiner Anzeiger

Dass der Baubeginn so überschwänglich begangen wurde, wundert Jürgens nicht. „Das war damals die erste Ost-West-Verbindung überhaupt und eine der ersten Eisenbahnverbindungen in Ostwestfalen-Lippe“, erklärt der Historiker. Und auf dieser Verbindung sollte dann auch noch ein Tunnel gebaut werden – für das 19. Jahrhundert ein Novum.

Eisenbahntunnel ein Novum

Bergwerksstollen oder ähnliches seien natürlich bekannt gewesen, derartige Unterführungen aber nicht. „Eisenbahntunnel gab es damals nicht. Solche Tunnel waren bisher auch nicht notwendig. Die Eisenbahn war das erste Fortbewegungsmittel, dass solche Tunnel erforderlich machte“, sagt der Borgentreicher.

Zudem sollte mitten im Eggegebirge auch gleich ein 600 Meter langer Tunnel entstehen. „Das war für die damalige Zeit ein sehr langes und vor allem aufwendiges Bauwerk. Es war zudem der anspruchsvollste Teil der geplanten Strecke. Dort hat man auch die Bauarbeiten begonnen. Erst später hat man an anderen Teilen der Strecke gearbeitet.“

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