Festhochamt und Gedenken an der Ruhestätte der Armen Dienstmägde Jesu Christi
Gedenkstätte wird eingeweiht

Willebadessen (WB). Die Vitusgemeinde Willebadessen lädt für Sonntag, 9. August, zum Festhochamt in den Pfarrgarten, Klosterstraße 33, ein. Im Anschluss an die Heilige Messe, die bei schlechtem Wetter in der Kirche stattfindet, wird Zelebrant Monsignore Prof. Dr. R. Althaus die im Frühjahr fertig gestellte Gedenkstätte Katharina Kasper an der Ruhestätte der Armen Dienstmägde Jesu Christi segnen und einweihen.

Freitag, 31.07.2020, 00:00 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 05:04 Uhr
Die jüngst fertig gestellte Gedenkstätte Katharina Kasper. Foto:
Die jüngst fertig gestellte Gedenkstätte Katharina Kasper.

In Willebadessen erinnert man sich noch immer gern an die harmonische und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Dernbacher Schwestern vom Orden der Armen Dienstmägde Jesu Christi, die nach 86-jähriger Tätigkeit im September 2008 aus Willebadessen verabschiedet worden sind.

Dienst im Krankenhaus und in der Altenpflege

Ihren ersten Dienst traten die Schwestern im Herbst 1922 an, als das damalige Krankenhaus fertig gestellt wurde. Nach rund 36-jähriger Tätigkeit in der Krankenpflege setzten sie ihren segensreichen Dienst in der Altenpflege fort, als im Jahre 1958 das Krankenhaus in ein Altenheim umgewandelt wurde. Darüber hinaus leiteten die Schwestern den Kindergarten St. Vitus und brachten sich in vielen Bereichen ins Gemeindeleben ein, erledigten zum Beispiel die Kirchenwäsche und spendeten die Krankenkommunion.

Katharina Kasper, die Ordensgründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi, deren 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen werden darf, wurde – 40 Jahre nach ihrer Seligsprechung – am 14. Oktober 2018 heilig gesprochen. Aus diesem Anlass ist aus den Reihen der Gemeindemitglieder der Wunsch geäußert worden, in ehrwürdiger Form nachhaltig an das Wirken der Schwestern in Willebadessen zu erinnern.

Künstler Raphael Strauch entwirft Sandstein-Stele

Im Frühjahr diesen Jahres konnte die Gedenkstätte „Katharina Kasper“ auf dem ehemaligen Nonnenfriedhof fertig gestellt werden. Sie zeigt die gestiftete Statue der Heiligen Katharina Kasper auf einer von Künstler Raphael Strauch (Helmern) entworfenen Sandstein-Stele. Daneben befinden sich Informationen über das Leben und Wirken der Schwestern in Willebadessen auf einer Gedenktafel (gespendet von A. und F. Krelaus). Eine speziell für diesen schönen Ort geschaffene Bank (gespendet von Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm) lädt zum Verweilen in stillem Gedenken ein.

Aufgrund der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen konnte die feierliche Einweihung der Gedenkstätte nicht zeitnah mit der Fertigstellung stattfinden.

Die Mitglieder des Kirchenvorstandes, des Pfarrgemeinderats und des Pastoralteams teilen nun mit, dass eine Abordnung von sieben Schwestern aus Dernbach die Einladung angenommen hat, am Festhochamt mit anschließender Einweihung der Gedenkstätte ihrer Ordensgründerin teilzunehmen. Dem Antwortschreiben der Schwestern sei zu entnehmen, dass sie sich auch auf den anschließenden Kontakt in persönlichen Gesprächen mit der Gemeinde freuen, heißt es weiter.

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