Stadtteil soll verschönert werden – Fördermittel für Arbeiten an Privatgebäuden
Peckelsheimer Zentrum wird erneuert

Willebadessen (WB). Das Ortsbild von Peckelsheim und Willebadessen soll schöner werden. Die Weichen dafür hat die Lokalpolitik mit dem „Haus- und Hofflächenprogramm“ gestellt, das renovierungsfreudige Hausbesitzer finanziell unterstützt. Mit einem städtebaulichen Konzept geht es nun für Peckelsheim in die Detailplanung. Dazu gehört auch die Neugestaltung der Ortsmitte.

Samstag, 17.10.2020, 03:00 Uhr
So könnte die Ortsmitte künftig aussehen: Ein neu gebauter Edeka, ein großer Dorfplatz, ein Marktplatz und eine umgestaltete Lützer Straße und Burgstraße sind Teil dieser Planungsidee. Weitere Ideen wurden erarbeitet. Foto: Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH
So könnte die Ortsmitte künftig aussehen: Ein neu gebauter Edeka, ein großer Dorfplatz, ein Marktplatz und eine umgestaltete Lützer Straße und Burgstraße sind Teil dieser Planungsidee. Weitere Ideen wurden erarbeitet. Foto: Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH

Die „Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH“, die das Konzept erstellt hatte, weist darin das Edeka-Areal als einen sogenannten Vertiefungsbereich aus. Das Gelände, das zwischen Lützer Straße und Burg liegt, sei nämlich eines der wichtigsten Elemente in der Entwicklung des Ortskerns. Das liege zum einen an seiner zentralen Lage, zum anderen an der lokalen Versorgungssituation.

Edeka-Areal von zentraler Bdeutung

Der Markt, der sich aktuell auf zwei Gebäude aufteilt, soll in den nächsten zwei Jahren neu gestaltet werden, erklärt Markus Blaschek, Leiter der Willebadessener Bauverwaltungsamtes – die Chance, diesen Bereich neu zu gestalten. „Das Umfeld des Edeka soll attraktiver werden, im Zusammenhang mit der Neugestaltung der weiteren Innenstadt“, erklärt Blaschek.

Daher stehe die Stadt auch in Kontakt mit Grundstückseigentümern und Investoren. Den einen konkreten Plan zur Zukunft des Edeka-Areals gibt es noch nicht, wohl aber verschiedene Ideen, wie der Bereich aussehen könnte. Fest steht: Der Standort des Supermarktes soll auf jeden Fall gesichert werden. Daher wird im Konzept eine Erweiterung des Edeka auf etwa 2200 Quadratmeter Nutzfläche angestrebt. Denkbar ist eine Erweiterung des Marktes, aber auch ein kompletter Neubau.

Erweiterung des Dorfplatzes

Eine großzügige Erweiterung des Dorfplatzes zum Beispiel ergebe sich durch einen Neubau des Marktes und seines Getränkemarktes (siehe Skizze). Auch weitere Nutzungen, zum Beispiel durch die Ansiedlung von Gastronomie, seien so möglich. Weiterer Vorteil dieser Variante: Sie wäre abschnittsweise baubar, der Markt könnte währenddessen geöffnet bleiben.

Andere Planungsvarianten sehen zum Beispiel eine Erweiterung des bestehenden Edeka-Marktes und den Erhalt des Getränkemarktes vor. Ein kleinerer Dorfplatz sei so auch noch möglich. Das wäre auch in Variante drei der Fall: Sie sieht einen Abriss beider Edeka-Gebäude vor. Stattdessen soll inmitten des Platzes ein länglicher, großer Neubau entstehen. In dieser Variante könnte an der Burgstraße dort, wo aktuell der Edeka steht, auch ein Gebäude für andere Nutzungen (etwa Wohnen, Dienstleistungen) entstehen.

Als weitere Vertiefungsbereiche werden das Eckgrundstück Lützer Straße/Rosenstraße und das Zusammenlaufen der Straßen Burgstraße, Lützer Straße, Lange Torstraße und Am Markt genannt. Diese Bereiche könnten neu gestaltet und mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen ausgestattet werden, etwa Querungshilfen.

Sicherung ortsbildprägender Gebäude

Auch der Sicherung ortsbildprägender Gebäude wird künftig eine besondere Bedeutung zuteil, auch der Leerstände. Um Hausbesitzern in den Ortskernen von Willebadessen und Peckelsheim die Aufwertung ihrer Immobilien zu erleichtern, hatte die Stadt schon vor geraumer Zeit in den beiden Stadtteilen Sanierungsgebiete ausgewiesen. Für Gebäude, die in diesen Bereichen stehen, können nun weitere Fördermöglichkeiten und erhöhte steuerliche Begünstigungen beantragt werden.

Der Bund und das Land NRW unterstützen das Projekt im Rahmen des Städtebauförderprogramms finanziell. Wer etwa ein denkmalgeschütztes oder stadtbildprägendes Haus instandsetzen lässt, kann eine Förderung in Höhe von bis zu 25 Prozent der Kosten beantragen. Das Land hat der Stadt 400.000 Euro für das Instandsetzungsprogramm zugesichert. Bis 2024 müssen die Gelder verrechnet sein, weitere Mittel können beantragt werden. Hinzu kommen, wie erwähnt, die Fördermöglichkeiten über das „Haus- und Hofflächenprogramm“.

„Anwohner reagieren bereits sehr positiv auf die Programme“, erklärt Markus Blaschek. Mehrere Bürger hätten Interesse an einer Förderung angemeldet: „Es tut sich was.“ Nähere Infos zu den Fördermöglichkeiten erteilt Blaschek unter Telefon 05644/8860.

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