Neues Dorfgemeinschaftshaus: Platz der Begegnung in Niesen nimmt Gestalt an
Schandfleck wird zum Schmuckstück

Willebadessen (WB). Ein Dorf packt es an: Inzwischen haben etwa 90 Helfer ehrenamtlich 4800 Arbeitsstunden geleistet, um aus einer teilweise verfallenen Scheune einen Dorfgemeinschaftsplatz, einen Platz der Begegnung, zu schaffen, wie es in der Projektausschreibung heißt. Niesen hat etwa 500 Einwohner und bei diesem Projekt viel Pioniergeist bewiesen.

Donnerstag, 29.10.2020, 03:00 Uhr
Aktuelle Ansicht auf das Projekt „Dorfgemeinschaftsplatz – Platz der Begegnung“. Das neue Dorfgemeinschaftshaus ist ein Teil davon. Die Arbeiten, die im März 2019 begannen, sollen zum Ende dieses Jahres weitestgehend abgeschlossen sein. Foto: Astrid E. Hoffmann
Aktuelle Ansicht auf das Projekt „Dorfgemeinschaftsplatz – Platz der Begegnung“. Das neue Dorfgemeinschaftshaus ist ein Teil davon. Die Arbeiten, die im März 2019 begannen, sollen zum Ende dieses Jahres weitestgehend abgeschlossen sein. Foto: Astrid E. Hoffmann

Arbeiten zum Jahresende weitestgehend abgeschlossen

„Wenn es fertig ist, dann haben wir alle gemeinsam aus einem Schandfleck etwas Neues geschaffen. Wir haben damit auch für ein Problem eine Lösung gefunden“, freut sich Ortsbürgermeister Markus Hagemann. Wie berichtet, laufen seit März 2019 die Arbeiten, die Ende des Jahres zum größten Teil abgeschlossen seien sollen. „Das kommt natürlich auch auf das Wetter an, aber wir hoffen, die Pflasterarbeiten bis dahin erledigt zu haben“, erklärt Markus Hagemann.

Platz der Begegnung entsteht in Willebadessen-Niesen

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Das Einsäen des Rasens und weitere Bepflanzungen sollen dann im Frühjahr folgen. Jetzt würden aber auf alle Fälle noch die Aussaat auf den Gründächern des Dorfgemeinschaftshauses und des Dorfdepots vorgenommen.

Im Ostteil der ehemaligen Scheune ist das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) entstanden. Im März 2020 mussten noch das Dach und die Fenster eingebaut, Innenwände eingezogen sowie Strom, Wasser und Fußbodenheizung installiert werden. Das ist mittlerweile geschehen. Der Innenputz war im Juli an den Wänden, der Außenputz im September.

Gemauerte Theke ist Hingucker

Das DGH besteht nun aus einem großen Raum. Er bietet Platz für einen Kaminofen, eine Garderobe und den Thekenbereich. Dazu die Toilettenanlagen inklusive einer Behindertentoilette, einer Küche und einem separat zu erreichenden Technikraum.

Ein Hingucker ist die gemauerte Theke, bei der nur noch die Holzplatte fehlt. Aus zwei Gaststättenausverkäufen sicherte sich die Niesener Dorfgemeinschaft eine komplette Theke sowie Bestuhlung, Tische und auch Geschirr.

Als nächstes stehen die Fliesenarbeiten an, dann können die Firmen die Toilettenanlage und die Küche einbauen. Und die fleißigen Helfer die Theke vervollständigen.

Dorfdepot geschaffen

Im Westteil des Areals wurde ein Lagerraum, das so genannte Dorfdepot, geschaffen – ebenfalls mit Bruchsteinen vom Scheunenabriss und mit den alten Eichen- und Fichtenhölzern für die Dachkonstruktion. Zwei zweiflügelige Tore aus Eichenbrettern müssen noch eingebaut werden. Damit besteht die Möglichkeit, große Teile einzulagern oder den Bau als Verkaufsraum bei Feiern zu nutzen.

Ebenfalls im Westteil soll ein windgeschützter, heimeliger Grillplatz entstehen. Viele Details wurden von den geschickten Handwerkern des Dorfes in der eigenen Werkstatt gearbeitet und eingebaut. So wurde der alte Eichenrahmen eines Fensters mit neuen hölzernen Längsstreben versehen.

Im Mittelteil des Komplexes finden sich Bruchsteinmauern, die noch Holzplatten bekommen und dann als Sitzbänke dienen. Der Bereich um das Dorfdepot und das DGH wird noch gepflastert, die restliche Fläche später mit Gras eingesät. Um die Außenmauern sind Kiesstreifen angelegt worden, damit das Mauerwerk keine Feuchtigkeit zieht. Im vorderen Bereich sind zwei Fußwege im Bau, alles ist barrierefrei gestaltet.

Einweihung soll nach Corona ein Fest werden

Auf dem Stück Land zwischen dem Gebäude und dem Mühlengraben sollen Spielgeräte und Liegebänke aufgestellt werden. Eine entsprechende Bepflanzung ist ebenso im Plan.

Aber nicht nur Firmen und ehrenamtliche Handwerker trugen bisher zum Gelingen bei, ganz wichtig ist der „Versorgungstrupp“, der seit Beginn der Bauarbeiten für Frühstück, Mittag- und Abendessen, je nach Bedarf, sorgt. „Die sprechen sich ab, schauen, wie viel Personen da sind, dann gibt es immer etwas Leckeres. Es ist einfach schön, wenn man zum zweiten Frühstück eine Tasse Kaffee und Plätzchen bekommt“, lobt Hagemann.

Noch ist einiges zu tun auf der Baustelle im Silberdorf Niesen. „Die Einweihung soll dann auch ein richtiges Fest werden“, sagt Hagemann. Man werde daher wohl warten, wird bis die Corona-Pandemie vorbei ist.

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