Stadt Willebadessen in Ratssitzung ausgezeichnet – Bisher zwei ausgezeichnete Städte in Deutschland
Urkunde für Gemeinwohlbilanz erhalten

Willebadessen (WB/dal) -

Die Stadt Willebadessen hat die Urkunde für ihre erste Gemeinwohl-Bilanz erhalten. Willebadessen gehört nun mit Steinheim und Brakel zu den ersten Kommunen in Deutschland, die diese Auszeichnung erhalten haben.

Freitag, 27.11.2020, 18:58 Uhr aktualisiert: 27.11.2020, 19:28 Uhr
Die Urkunde für die Gemeinwohl-Bilanz der Stadt Willebadessen überreichte Christoph Harrach (Bildmitte) von der Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie an Bürgermeister Norbert Hofnagel (links) und dessen Vorgänger im Amt, Hans Hermann Bluhm.
Die Urkunde für die Gemeinwohl-Bilanz der Stadt Willebadessen überreichte Christoph Harrach (Bildmitte) von der Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie an Bürgermeister Norbert Hofnagel (links) und dessen Vorgänger im Amt, Hans Hermann Bluhm. Foto: Daniel Lüns

Christoph Harrach von der Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie überreichte die Urkunde in der Sitzung des Willebadessener Stadtrates am Donnerstagabend an Bürgermeister Norbert Hofnagel und dessen Vorgänger im Amt, Hans Hermann Bluhm. Der österreichische Aktivist Christian Felber, der die Idee zur Gemeinwohl-Bilanz seit Jahren mitentwickelt, lobte das Engagement der Städte per Video-Statement.

Vor etwa einem Jahr hatte der Stadtrat beschlossen, sich am „Leader“-Projekt „Gemeinwohl-Region Kreis Höxter“ zu beteiligen und in interkommunaler Zusammenarbeit eine Gemeinwohl-Bilanz zu erstellen. Dabei wird geprüft, inwieweit die Stadt dem Gemeinwohl dient.

Im Anschluss wurde daher unter anderem erfasst, wie Willebadessen bisher in puncto Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Demokratie aufgestellt ist – und was man noch besser machen kann.

Ein Weg, um Frieden zu schließen.

Für Willebadessen hatte sich Hans Hermann Bluhm stark engagiert, betonte Harrach. Dabei sei dies nicht immer so gewesen. „Als wir das Projekt vorgestellt hatten, da war er einer unserer größten Kritiker“, sagte der Referent. Aber er habe seine Meinung geändert.

Der ehemalige Bürgermeister erklärte, wie es dazu kam. Demnach sei US-Investor Warren Buffett in einem Interview einmal gefragt worden, was die größte Krise unserer Zeit sei. Der habe geantwortet: Der Krieg zwischen Arm und Reich, und wir Reichen werden ihn gewinnen, zitierte Bluhm. Die Gemeinwohl-Ökonomie dagegen sei ein Weg, um Frieden zu schließen.

„Warum gehen Jugendliche heute nicht in die Schule, sondern auf die Straße? Weil sie in die Zukunft blicken und sehen, dass es nicht gelingen wird, wenn wir so weitermachen wie bisher“, sagte Bluhm. Er hoffe, dass Willebadessen weiter an seiner Gemeinwohl-Bilanz arbeite.

 

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