Das WESTFALEN-BLATT öffnet im Advent die Türen: Akkus versorgen die Willebadessener Stadtverwaltung
Rathauskeller steht unter Strom

Peckelsheim -

Unter dem Willebadessener Rathaus in Peckelsheim tönt ein Summen. Kein Wunder: Der Keller steht nämlich ganz schön unter Strom. Dort wird die Energie gespeichert, welche die Fotovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt. Darum geht es in dieser Folge unseres Adventskalenders.

Donnerstag, 03.12.2020, 22:35 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 22:40 Uhr
Dank dieser Stromspeicher im Keller des Rathauses könnte das Gebäude bis zu zwei Tage lang autark betrieben werden. Das erklären Bürgermeister Norbert Hofnagel (links) und Ansgar Grawe (Technisches Bauaumt).
Dank dieser Stromspeicher im Keller des Rathauses könnte das Gebäude bis zu zwei Tage lang autark betrieben werden. Das erklären Bürgermeister Norbert Hofnagel (links) und Ansgar Grawe (Technisches Bauaumt). Foto: Daniel Lüns

Wie berichtet, waren die Solarzellen im März dieses Jahres installiert worden. Es folgten die genannten Batteriespeicher. 78 KW sind sie stark. Sie könnten das Rathaus im Krisenfall weiterversorgen. Die Stadtverwaltung wäre damit autark. Zumindest für eine Weile, erklärt Ansgar Grawe vom Technischen Bauamt: Würde das Personal ausgedünnt, dann versorgten die Akkus etwa zwei Tage lang das Rathaus mit Strom. Auch die Arztpraxis, die in der Zehntscheune ansässig ist, werde dann mitversorgt.

Bis es zu einem Krisenfall kommt, erfüllen die Akkus aber noch einen anderen Zweck: Sie helfen der Stadt beim Geld sparen. „Seitdem die Anlage läuft, das war etwa Ende April, arbeiten wir im Rathaus zu 85 Prozent autark“, erklärt Grawe. Demnach habe die Stadt nur noch 15 Prozent des Strombedarfs des Gebäudes zukaufen müssen.

Das Rathaus verbrauche etwa 20.000 bis 25.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Darauf umgerechnet spare die Stadt durch den Einsatz von Fotovoltaikanlage und Stromspeichern pro Jahr nun 4000 bis 4500 Euro. Zudem werde überschüssiger Strom verkauft.

Diese Energie falle etwa am Wochenende an, wenn das Rathaus geschlossen sei und kein Strom verbraucht werde, oder an sehr sonnigen Tagen. Diese Überschussverkäufe bringen der Stadt etwa 1600 Euro pro Jahr ein, erklärt Ansgar Grawe.

Damit sei das Rathaus übrigens, wie bereits der Kindergarten oder die Eggeschule in Peckelsheim, ein Plusenergiegebäude, erläutert der Fachmann. Das bedeutet, dass das Rathaus mehr erneuerbare Energie produziert, als gebraucht wird.

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