Internet: Polizei Höxter warnt Schüler und Eltern vor Gefahren
„Cybermobbing – es kann jeden treffen“

Kreis Höxter -

Die Gefahren durch Cybermobbing nehmen zu, seit sich die soziale Interaktion immer mehr in die digitale Welt verlagert. In einem Brief an Schüler und Eltern will die Polizei Höxter auf die Gefahren aufmerksam machen und gleich Tipps geben, wie man sich vor solchen digitalen Übergriffen schützen kann.

Montag, 25.01.2021, 03:13 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 03:20 Uhr
Katharina Willberg von der Behörde macht in einem Brief auf Gefahren aufmerksam.
Katharina Willberg von der Behörde macht in einem Brief auf Gefahren aufmerksam. Foto: Polizei Höxter

Polizeisprecher Jörg Niggemann: „Auch die Täter sollen gewarnt sein: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Aus einem vermeintlich harmlosen Spaß kann schnell eine Straftat werden, die Geld- oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen kann.“

Ansprechpartnerin im Kriminalkommissariat 1 (Prävention von Cybercrime) der Kreispolizeibehörde Höxter ist Katharina Willberg (Telefon 05271/962-1353).

Die Ergebnisse einiger Studien überraschen nicht, wenn deutlich wird, dass Kinder und Jugendliche aufgrund der Corona-Pandemie deutlich mehr Zeit im Internet verbringen.

Neben schulischen Inhalten werden auch soziale Interaktionen in die digitale Welt verlagert. Zwangsläufig kommt es dort auch zu mehr Straftaten und Konflikten.

Cybermobbing , zum Beispiel in Form von Bloßstellungen und Beschimpfungen über soziale Netzwerke, sei ein Aspekt möglicher digitaler Übergriffe und Gewalttaten. Teilweise würde in Vergessenheit geraten, dass es sich häufig um Straftaten handelt.

Das Internet sei kein rechtsfreier Raum, auch dort müssten die Gesetze eingehalten werden.

Straftaten sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel Beleidigungen (§ 185 Strafgesetzbuch), Bedrohungen (§241 StGB), Nötigungen (§240 StGB) oder ­Üble Nachrede (§186 StGB) – die Folgen können Geld- und Freiheitsstrafen sein.

Und mit diesem Appell richtet sich die Polizei an die Jugend in der Region: „Liebe Schülerinnen und Schüler, leider vergisst man im Umgang miteinander manchmal, wie sich andere Menschen fühlen, wenn Geheimnisse weitererzählt und falsche Tatsachen behauptet werden. So etwas oder ähnliche Dinge passieren häufig auch bei Whats-App, TikTok, Instagram, Snapchat oder zum Beispiel YouTube. Mit fiesen Kommentaren oder peinlichen Fotos und Videos werden andere bloßgestellt.

Bitte bedenkt, dass die Betroffenen sehr unter der Situation leiden. Es gibt keine Beleidigungen nur so aus Spaß. Auch lassen sich Fotos, die einmal veröffentlicht wurden, nicht wieder so einfach löschen.“

Eigenes Handeln rückgängig zu machen – das sei im Internet sehr schwierig, da Inhalte unter anderem sehr schnell weiterverbreitet werden. Plötzlich ist die Sache nicht nur für das Opfer, sondern auch für die Täter ernst. Katharina Willberg: „Um zu verhindern, dass überhaupt jemand zum Opfer oder Täter wird, sollten wir alle fair und respektvoll miteinander umgehen!“

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