Fr., 28.02.2020

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus informiert sich in Augustdorf – mit Video Obergefreiter der Reserve auf Truppenbesuch

Wie steht es um das Material der Bundeswehr? Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) mit Augustdorfer Soldaten auf einem Leopard 2.

Wie steht es um das Material der Bundeswehr? Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) mit Augustdorfer Soldaten auf einem Leopard 2. Foto: Andreas Schnadwinkel

Von Andreas Schnadwinkel

Augustdorf (WB). Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Da kann es nicht schaden, wenn sich Bundestagsabgeordnete ein Bild von der Truppe machen. Wie am Donnerstag, als der Unionsfraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus aus Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) und der CDU-Abgeordnete Christian Haase aus Beverungen (Kreis Höxter) die Panzerbrigade 21 in Augustdorf (Kreis Lippe) besucht haben.

„Vor 29 Jahren habe ich hier auch mal gedient. An meinem letzten Tag bin ich noch zum Obergefreiten befördert worden“, erinnert sich Ralph Brinkhaus (51) an seinen Grundwehrdienst und spricht von “emotionaler Nähe zum Standort“.

Der bundesweit einflussreichste Politiker aus OWL hat einen Draht zur Truppe. Kurz nach seiner Wahl zum Chef der CDU/CSU-Fraktion im September 2018 führte ihn einer der ersten Termine in neuer Funktion zu den Soldaten.

„Ich versuche, oft bei der Bundeswehr zu sein. Zuletzt war ich bei der Luftwaffe in Wunstorf, um mir das neue Transportflugzeug A 400 M anzusehen, und bei der Marine in Eckernförde.” Oft gehe es um Ausrüstung und Beschaffung, also um Material und Geld.

Informationen zu Schützenpanzern

Auch deswegen hat Brinkhaus einen Haushälter dabei: Christian Haase ist Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestages. Ebenfalls mit in der Rommel-Kaserne ist der CDU-Verteidigungspolitiker Henning Otte. Sie wollen sich über den Schützenpanzer Puma und den Kampfpanzer Leopard 2 A 7 informieren. Die Besatzung erklärt die „Waffensysteme“, wie die Soldaten sagen. 23 Puma gehören zur Panzerbrigade 21, elf sind derzeit auf dem Truppenübungsplatz in Bergen (Lüneburger Heide).

Brinkhaus erkundigt sich, wie die Soldaten gesichert sind. Außer dem Helm tragen sie spezielle Schutzwesten (SK1 und SK4). Vom umstrittenen Gewehr G36 können die Soldaten nur Gutes berichten: „Damit habe ich bislang alles getroffen.“ Brinkhaus fragt weiter: „Haben Sie schon die neuen Stiefel?“ – „Sind Sie vorher auf dem Marder ausgebildet worden?“.

Vom „Wargaming“ beeindruckt

Beeindruckt ist er vom „Wargaming“ („Krieg spielen“). Brigadegeneral Ansgar Meyer, Kommandeur der Panzerbrigade 21, erklärt den Ansatz so: „Was passiert, wenn...? Wie in der ‚Sesamstraße‘.“ Noch spielt sich die militärische Taktik analog auf einem Kartentisch ab. Doch die Digitalisierung soll in Kürze vollzogen werden.

Die Taktik klingt in Brinkhaus’ Ohren zu einfach: „Auf der anderen Seite ist doch jemand, der genau das gleiche macht.” Der Kommandeur erläutert, dass nur die ersten zwei Phasen durchgeplant werden könnten. Danach käme es darauf an, schneller als der Feind zu sein. Dazu solle auch die Umstellung von Funk auf gesicherte Chats dienen. Brinkhaus: „So lange die Technik nicht von Huawei kommt. Kleiner Scherz.“

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