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Do., 16.04.2015

Haupttäter des Moscheebrands beschuldigen sich gegenseitig Häftling bricht Schweigen

Blick in die Vahdet-Moschee in Bad Salzuflen: Jesidische Kurden wollten sie im Oktober niederbrennen.

Blick in die Vahdet-Moschee in Bad Salzuflen: Jesidische Kurden wollten sie im Oktober niederbrennen.

Bad Salzuflen (WB/ca). Kurz vor dem Prozess um den Brandanschlag auf eine Moschee in Bad Salzuflen hat der mutmaßliche Haupttäter sein Schweigen gebrochen. Sein Anwalt Peter Wüller sagte am Mittwoch, sein Mandant Kreman Y. habe in der Untersuchungshaft gegenüber Polizisten eine Aussage gemacht und seinen Komplizen Kilamadin A. belastet.

Wüller: »Mein Mandant ist ein völlig unpolitischer Mensch, der auch mit religiösem Fanatismus nichts am Hut hat. Dagegen soll der Komplize in den Wochen vor dem Anschlag immer wieder davon gesprochen haben, die Moschee niederzubrennen

Das hatten die beiden Männer im Oktober schließlich versucht. Acht Menschen mussten nachts aus dem brennenden Gebäude gerettet werden. Die beiden Deutschen kurdischer Abstammung wurden als Haupttäter festgenommen. Doch der Haftbefehl gegen Kilamadin A. wurde am Tag danach wieder außer Vollzug gesetzt, nachdem er den anderen Kurden belastet hatte. Wüller: »Für mich ist es ein Unding, dass jemand, dem achtfacher versuchter Mord vorgeworfen wird, nicht bis zum Prozess in Untersuchungshaft bleibt.«

Von Montag an müssen sich fünf Männer vor dem Landgericht Detmold verantworten – die Haupttäter wegen versuchten Mordes, die anderen wegen Beihilfe oder Nichtanzeigen einer Straftat.

Kommentare

Ich empfinde es als absolute Beleidigung die Täter als Kurden zu nennen. Warum schreiben Sie nicht ... beschuldigte den anderen Täter??? Die Herkunft hat nichts mit der Tat zu tun. Sie versuchen doch nur die Menschen verschiedener Glaubensrichtungen gegeneinander aufzuhetzen.

Ich bin äußerst schockiert über die Tat und die Täter werden für die Tat hoffentlich gerecht bestraft.

1 Kommentare

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