Samstag Bezirksparteitag – Jan Maik Schlifter fordert Frank Schäffler heraus
Kampf um FDP-Vorsitz in OWL

Bad Salzuflen (WB/as). Die FDP in Ostwestfalen-Lippe entscheidet an diesem Samstag darüber, wer die Partei in den Bundestagswahlkampf 2017 führen wird.

Samstag, 27.02.2016, 14:58 Uhr aktualisiert: 27.02.2016, 15:17 Uhr
FDP-Bezirksvorsitzender Frank Schäffler. Foto: dpa
FDP-Bezirksvorsitzender Frank Schäffler.

Beim Bezirksparteitag in Bad Salzuflen (Kreis Lippe) haben 120 Delegierte die Wahl zwischen dem amtierenden Vorsitzenden Frank Schäffler (47) aus Bünde (Kreis Herford) und Herausforderer Jan Maik Schlifter (40), dem Vorsitzenden des FDP-Kreisverbands Bielefeld. Mit derzeit etwa 1750 Mitgliedern ist die FDP in OWL der drittstärkste FDP-Bezirksverband in Nordrhein-Westfalen – nach Köln und Düsseldorf.

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Herausforderer Jan Maik Schlifter. Foto: WB

»Ich spüre viel Zustimmung und habe ein gutes Gefühl«, sagte Frank Schäffler dieser Zeitung und betonte, dass er nach seinen Besuchen bei den Kreisverbänden in OWL »mit gewisser Zuversicht in die Wahl« gehe. Der als »Euro-Rebell« bundesweit bekannt gewordene Schäffler, der von 2005 bis 2013 dem Bundestag angehörte, glaubt nicht, dass die Aufstellung eines Gegenkandidaten von der FDP-Spitze gesteuert sein könnte: »Dazu ist mein Verhältnis zum Bundesvorsitzenden Christian Lindner viel zu gut.«

Verliert Schäffler den Vorsitz, ist er wohl kein Spitzenkandiat mehr

Um 2017 wieder ins Parlament in Berlin einziehen zu können, müsste die FDP bundesweit die Fünf-Prozent-Hürde überspringen – und der 47-Jährige auf der Liste der OWL-FDP auf Platz eins stehen. Sollte Schäffler den Bezirksvorsitz verlieren, könnte er wohl nicht mehr automatisch Spitzenkandidat der FDP in Ostwestfalen-Lippe bleiben.

Solche Ambitionen weist Jan Maik Schlifter von sich. »Ich strebe 2017 keine Kandidatur für den Landtag oder den Bundestag an«, sagte der Herausforderer dieser Zeitung. Dass er sich für den Bezirksvorsitz zur Wahl stellt, habe zwei Gründe: »Erstens muss sich der Bezirksvorstand um den Bezirk kümmern. Wir sind nicht mehr im Bundestag vertreten und haben Medienpräsenz verloren. Das können wir nur durch die Arbeit vor Ort kompensieren.« Außerdem sieht sich Schlifter inhaltlich nicht auf Schäfflers Kurs. »Vieles von der Kritik an der Europolitik teile ich, einige der Lösungsvorschläge halte ich aber für äußerst fragwürdig. Von der Spitze des Bezirksverbands darf nun nicht nur innerparteiliche Opposition aus Prinzip kommen. Der Bezirk muss einen positiven Beitrag zum Ergebnis der Bundestagswahl im September 2017 leisten. Dafür trete ich an«, sagte der Bielefelder FDP-Vorsitzende.

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