Mi., 21.09.2016

Erstmals mehr ausländische als deutsche Aussteller in Bad Salzuflen Möbelmesse MOW bietet »einzigartigen Marktüberblick«

Auf einem Regal in Szene gesetzt: Mitarbeiterin Julia Bohn inmitten von unterschiedlichen Stühlen der Firma MCA Furniture aus Schieder-Schwalenberg. Zum Sortiment des lippischen Unternehmens gehören aber auch Wohnzimmer- und Esszimmermöbel.

Auf einem Regal in Szene gesetzt: Mitarbeiterin Julia Bohn inmitten von unterschiedlichen Stühlen der Firma MCA Furniture aus Schieder-Schwalenberg. Zum Sortiment des lippischen Unternehmens gehören aber auch Wohnzimmer- und Esszimmermöbel. Foto: Edgar Fels

Von Edgar Fels

Bad Salzuflen (WB). Gute Nachricht für Verbraucher: Wer sich demnächst neue Möbel kaufen möchte, muss nicht mit höheren Preisen als bisher rechnen. Zugleich steigt die Vielfalt des Angebotes, wie jetzt bei der Möbelordermesse MOW in Bad Salzuflen deutlich wird.

Dort zeigen auf 80.000 Quadratmetern 412 (Vorjahr 404) Aussteller ihre neuesten Produkte. »Wir sind komplett ausgebucht«, sagte der Geschäftsführer der Messe Ostwestfalen, Bernd Schäfermeier, am Dienstag zufrieden. 40 Unternehmen stünden auf der Warteliste. Die Veranstalter rechnen mit 15.000 Fachbesuchern – Profi-Einkäufer wie Einkaufsverbände, Filialisten, Möbelhändler und Onliner aus mehr als 40 Nationen. Für den Endkunden ist die Messe nicht gedacht.

Das Spektrum der präsentierten Möbel reicht von Sofas und Sesseln über Betten, TV-Möbel fürs Wohnzimmer, Tische und Stühle bis hin zu Einzelmöbeln, Garderoben und Badezimmereinrichtungen. Den Besuchern werde ein »einzigartiger Marktüberblick gewährt«, schwärmte Schäfermeier.

46 Unternehmen aus OWL stellen aus

Erstmals hat die Messe mehr ausländische Aussteller (230) als deutsche Aussteller (182). 61 Firmen sind erstmals dabei oder gelten als Wiederkehrer. Die Firmen kommen aus 38 Ländern. Polen ist mit einem Anteil von 14 Prozent nach wie vor Lieferland Nummer eins auf der MOW, gefolgt von Dänemark und Italien (je fünf Prozent). Niederlande und China teilen sich Platz drei mit je vier Prozent. Ungarn, Frankreich, Bulgarien und die Türkei halten je zwei Prozent. Auch aus Asien (Vietnam, Malaysia, Philippinen) sowie Südamerika (Brasilien) sind Aussteller ins Lippische gekommen.

Aus der Möbelregion OWL, die in den vergangenen Jahren durch einige Insolvenzen geschwächt wurde, stellen 46 Unternehmen aus, von denen noch 16 vor Ort produzieren. Zeitgleich findet in einem Teil der Region die »Möbelmeile« mit 16 teilnehmenden Möbelherstellern statt. Außerdem locken diverse Hausausstellungen ebenfalls Fachverkäufer an.

»Die MOW ist die größte und wichtigste Möbelmesse Europas im Herbst – und damit richtungsweisend für Sortiment, Umsatz und Mainstream«, betonte Schäfermeier. In Richtung Endkunden sagte er: »Ich sehe keine Preiserhöhungssituation.« Dafür sei auch der Wettbewerb zu groß. Allerdings sei es für Kunden zunehmend schwierig, den Wert eines Möbelstücks zu beurteilen, meinte Schäfermeier: »Es gibt Kommoden für 49 Euro, und es gibt Kommoden für 89 Euro.«

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