Sa., 30.03.2019

Daniel Vojnovic durfte mit seinen Eltern in Bad Salzuflen einkaufen Bordellschütze: neue Fluchtdetails

Daniel Vojnovic entkam bei der Flucht zwei Bewachern.

Daniel Vojnovic entkam bei der Flucht zwei Bewachern. Foto: Polizei

Von Florian Weyand

Bad Salzuflen (WB). Seit mehr als einer Woche ist Daniel Vojnovic auf der Flucht. Der 31-jährige Schwerverbrecher sprang bei einem Besuch seiner Eltern in Bad Salzuflen aus dem Fenster und entkam. Im Rechtsausschuss des Landtags wurden jetzt neue Details der Flucht bekannt. Auch eine Einbruchsserie in Bad Salzuflen lässt die Polizei aufhorchen.

Daniel Vojnovic, der nach einer abgesessenen Haftstrafe in der JVA Werl in Sicherungsverwahrung sitzt, war vor seiner Flucht mit den Eltern in Bad Salzuflen unterwegs. »Die Eltern wurden abgeholt. Dann ist man gemeinsam in die Stadt gefahren. Neben Daniel V. und den Eltern waren auch zwei JVA-Beamte dabei«, bestätigt der stellvertretende Leiter der Justizvollzugsanstalt Werl, Jörg-Uwe Schäfer. Dieses Vorgehen sei üblich. »Wenn diese Ausführungen in Werl gemacht werden, dann bekommen die Insassen ihr Geld ausgehändigt und können dann in der Stadt einkaufen«, ergänzt Schäfer.

Geld dürfte Daniel V. auch auf seiner Flucht benötigen, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Auffällig ist eine Einbruchsserie in Bad Salzuflen, dem Ort seiner Flucht. So wurde in der Nacht vom 23. auf den 24. März in Gartenlauben im Ortsteil Schötmar eingebrochen. Vom 22. auf den 25. März wurden in einer Kindertagesstätte in Schötmar Schränke auf der Suche nach Wertsachen durchwühlt. Am 26. März stiegen Einbrecher in einer Gaststätte in Schötmar ein. Am 28. März meldete ein Kioskbesitzer ebenfalls in Bad Salzuflen einen Einbruch. Einen Zusammenhang mit dem Verschwinden von Daniel V. sieht die Polizei Lippe aber nicht. Zumindest in einem Fall gebe es Hinweise auf mehrere Täter.

Bei der Suche nach dem Flüchtigen gehen bei der Polizei aber einige Anrufe ein. »Wir haben zahlreiche Hinweise bekommen, viele Anrufer wollen ihn gesehen haben«, sagt Pressesprecherin Kathryn Landwehrmeyer. Zur Festnahme haben die Informationen aber noch nicht geführt. Daniel V. ist weiter auf der Flucht.

In der JVA Werl hat man nach dem Verschwinden des 31-Jährigen erste Konsequenzen gezogen. Jörg-Uwe Schäfer befürchtet einen »Nachahme-Effekt«. Daher hat man einige terminierte Ausführungen der 135 Insassen vorerst gestoppt.

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