Sa., 21.09.2019

Akute Einsturzgefahr an der Ladestraße - Millionenschaden wahrscheinlich – Mit Video Feuer zerstört Lagerhallen in Bad Salzuflen

Noch immer dauern die Löscharbeiten an.

Noch immer dauern die Löscharbeiten an. Foto: Christian Müller

Bad Salzuflen (WB/cm/fw/dpa). An der Ladestraße in Bad Salzuflen ist am Samstagabend ein Feuer ausgebrochen. Dort brennt eine Lagerhalle, in der Gasflaschen eingelagert sind. Alle verfügbaren Einsatzkräfte sind vor Ort.

Aus zunächst ungeklärter Ursache waren am frühen Samstagabend in einer Werkstatt gelagerte Holzpaletten in Brand geraten. Der Gebäudekomplex im Ortsteil Schötmar habe aus zwei Werkstätten und einem Wohnbereich bestanden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Bewohner, ein Ehepaar, seien unverletzt in Sicherheit gebracht worden. Ein Millionenschaden sei wahrscheinlich, sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntagmorgen.

Explodierende Gasflaschen behindern Löscharbeiten

Die Werkstätten brannten komplett aus. Weil in der Halle mehrere Gasflaschen explodierten und gelagerter Kunststoff das Feuer weiter anfachte, habe das Wohnhaus nicht gerettet werden können, teilte die Feuerwehr mit. Der Wohnbereich sei nicht mehr bewohnbar.

Da akute Einsturzgefahr besteht, zieht sich die Feuerwehr zurück. Eine Löschung des Brandes ist deshalb nur bedingt möglich.

Seit dem Sonntagmittag war auch das Technische Hilfswerk vor Ort. Mittels schwerem Gerät werden die Hallenteile abgetragen und anschließend abgelöscht, um auch die letzten Glutnester zu finden. Wann die Löscharbeiten abgeschlossen sind, kann von der Feuerwehr noch nicht gesagt werden.

Wie das Feuer ausgelöst wurde, ist unklar. Zur Brandursache und zur genauen Schadenshöhe dauern die Ermittlungen der Polizei noch an. Anwohner werden aufgefordert, Fenster weiter geschlossen zu halten.

Gaffer blockieren Zufahrt zum Brand

Die Löscharbeiten der Feuerwehr, die mit Kräften aus den Kreisen Lippe, Minden-Lübbecke und Bielefeld im Einsatz waren, wurden zu Beginn von Schaulustigen behindert. »Besucher des benachbarten Kiliansfestes hatten sich auf der Zufahrt zu dem Gebäude platziert, um mit ihren Smartphones Bilder und Videos von dem Brand zu machen«, teilt die Feuerwehr mit. Die Einsatzkräfte musste die Gaffer mit dem Martinshorn vertreiben. »Das war auch dringend nötig, denn binnen weniger Minuten fraß sich das Feuer weiter durch das Gebäude.«

Kommentare

Umweltkatastrophe in/an Bega und Werre

Bei der Jubiläumsfeier der Salzufler Angler hat sich eine Expertenrunde darüber ausgetauscht, wie man dem Artenrückgang aquatischen Lebens im gesamten Werresystem und den anthropogenen Einflüssen Herr werden kann; nach dem Kormoran gilt es nun noch dem invasiven Signalkrebs zu begegnen. Letzterer frisst bekanntlich alles – pflanzliche als auch tierische Nahrung. Der Rückgang der Bachforellen und Äschen ist insbesondere seit 3 Jahren zu beobachten; und in einigen Bereichen ist der flutende Wasserhahnenfuß stark zurückgegangen.
Dann noch diese Brandkatastrophe.
Es müssen nun ernüchternd die Ursachen und Schäden ermittelt werden. Belastetes Löschwasser ist bedingt durch den trockenen Boden direkt in die Bega und im weiteren Verlauf in die Werre geflossen; sicherlich ist auch einiges in den Boden versickert. Die Fische sind auf einer langen Strecke verendet – das konnte man sehen. Aber die am Gewässergrund und in den Sedimenten lebenden Kleinstlebewesen (Makrozoobenthos) sind sicherlich auch nicht verschont geblieben.
Eine umfassende Umwelt-Schadensanalyse ist also notwendig, in der Boden, Grundwasser, Oberflächengewässer nebst Sedimente auf den Prüfstand kommen. Und vor allem, wie sieht es mit dem Verzehr von Fischen und Krebsen aus? Unbedenklich?
Ist der Betrieb mit wohl immensen Brandlasten in dem sensiblen Bereich der Begaaue genehmigt worden? Gab es keine Brandschauen?
Hoffen wir nun für uns Angler, dass das Ehrenamt für die Natur nicht auch noch konterkariert wird.

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