Mi., 25.09.2019

Bad Salzuflen: Brandstiftung vermutet – Kreis Lippe gibt Bürgern Empfehlungen Nach Großbrand Warnung vor Giften

Der Brand in Bad Salzuflen-Schötmar.

Der Brand in Bad Salzuflen-Schötmar. Foto: Feuerwehr

Bad Salzuflen (WB). Nach dem Großbrand in Bad Salzuflen-Schötmar am Wochenende gehen die Ermittler von Brandstiftung aus. Das teilte die Polizei mit. Am Samstagabend war das Feuer ausgebrochen – die Löscharbeiten dauerten bis zum Sonntag. Den Schaden beziffern die Ermittler auf einen niedrigen Millionenschaden.

Derweil liegen die ersten Untersuchungsergebnisse des Brandes beim Kreis Lippe vor. Die Rauchsäule hatte sich über die Ortsteile Schötmar, Werl und Biemsen-Ahmsen ausgebreitet. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) untersucht zurzeit die Proben aus Lippe und übermittelte einen Kurzbericht.

In der Lagerhalle befanden sich Gasflaschen, Öl und Holplatten

In der Lagerhalle befanden sich diverse Stoffe und Materialien, darunter Holzplatten, Gasflaschen, Öl und Gaserzeugnisse sowie Kunststoffe. Im Zuge der vor­anschreitende Nachlöscharbeiten kam der Verdacht auf, dass die vorgefunden Eternitplatten Asbest enthalten könnten. Das LANUV untersuchte auch Eternitplatten vom Brandort. In der Luft wurde kein Asbest gemessen.

Der Kreis Lippe hat in einer Mitteilung eine Reihe Empfehlungen veröffentlicht, die bei sichtbaren Brandverwehungen und verunreinigten Objekten beachtet werden sollten: Die Partikel sollten nicht mit bloßen Händen angefasst werden, sondern es sollten immer Handschuhe verwendet und die Partikel über die Restmülltonne entsorgt werden.

Verschmutzte Gegenstände sollten gereinigt werden

Verschmutzte Spielgeräte und Gartenmöbel sollten ebenfalls gut gereinigt und Spielsand gegebenenfalls über die Restmülltonne entsorgt werden. Verschmutztes Wasser in Planschbecken und Swimmingpools sollte ausgetauscht werden. Hundehalter sollten darauf achten, dass ihre Hunde in dem Bereich keine Partikel fressen. Der Verzehr von Obst und Gemüse sei unkritisch, wenn es gut gereinigt werden könne. Es sollte gut abgewaschen und wenn möglich auch geschält werden.

Die Stadt Bad Salzuflen wird in den betroffenen Ortsteilen auf öffentlichen Spielplätzen sowie in Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche den Spielsand vorsorglich austauschen.

Derweil bitten die Ermittler um Unterstützung: Hinweise auf mögliche Verursacher des Großbrands werden bei der Polizei telefonisch unter 05231/6090 entgegengenommen.

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