Mi., 25.03.2020

Bad Salzuflen: Ehefrau und Mutter verletzt – weiterer Fall mit zwei Toten in Lemgo – mit Video Vater tötet Sohn (13) und sich

An der Stadtgrenze zu Herford: Im ersten Stock dieses Mehrfamilienhauses geschah am Dienstagmorgen das Verbrechen.

An der Stadtgrenze zu Herford: Im ersten Stock dieses Mehrfamilienhauses geschah am Dienstagmorgen das Verbrechen.

Von Christian Althoff

Bad Salzuflen (WB). Oberstaatsanwalt Christopher Imig sprach am Tatort von einer Familientragödie: In Bad Salzuflen hat ein Mann (43) am Dienstag nach Angaben der Staatsanwaltschaft seinen 13 Jahre alten Sohn getötet. Der Mann soll außerdem seine Frau (42) angegriffen haben, bevor er sich das Leben nahm.

Tatort ist ein Mehrfamilienhaus nahe der Stadtgrenze zu Herford. Es war gegen 8.40 Uhr, als die Ehefrau und Mutter blutend und nahezu unbekleidet aus dem Haus lief und bei Nachbarn schellte. Die riefen sofort die Polizei.

Imig: „Als Streifenbeamte eintrafen, fanden sie im Haus den toten Jungen und den toten Vater.” Weitere Kinder soll das Ehepaar nicht haben. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht und war nach Imigs Worten bis zum Abend nicht vernehmungsfähig. „Deshalb kann ich zum Tatablauf und dem mutmaßlichen Motiv auch noch nichts sagen.”

Eine Mordkommission aus Bielefelder und Lipper Beamten versucht jetzt, den Tatablauf zu rekonstruieren. Dazu wurde unter anderem der Tatort von Spurensicherern dokumentiert. Auch die arbeiten inzwischen unter Corona-Bedingungen: Eine Gruppe arbeitet, während die andere zu Hause auf Abruf wartet. So legt ein infizierter Beamter nicht die gesamte Spurensicherung flach.

Am Nachmittag wurden die Leichen abgeholt. Weil die Rechtsmediziner der Universität Münster im Moment überlastet sind, werden die Obduktionen möglicherweise erst am Donnerstag stattfinden. „Dann können wir auch etwas zur Todesursache sagen”, erklärte Imig. Nach unbestätigten Informationen soll der Vater die Taten mit einem Messer begangen haben. Augenzeugen sagten, sie hätten auch an der Frau Schnittwunden bemerkt.

Weiteres Verbrechen in Lemgo

Die Tat ist das zweite Kapitalverbrechen in Lippe innerhalb weniger Tage. Erst am Sonntag hatten Feuerwehrmänner in Lemgo wegen besorgter Nachbarn eine Haustür geöffnet und zwei Leichen entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass der Besitzer (52) eine Bekannte (50) aus Norddeutschland erschoss und sich dann das Leben nahm. In welcher Beziehung die beiden zueinander standen, wird noch ermittelt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7342274?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F3294429%2F