Detmolder Elektronikkonzern erwartet Rekordumsatz von 820 Millionen Euro
Weidmüller wird immer digitaler

Detmold (WB). Die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung in der Industrie treibt den Detmolder Elektrotechnikkonzern Weidmüller zum nächsten Umsatzrekord. Im laufenden Jahr sollen die Erlöse gegenüber 2017 um fast elf Prozent auf mehr als 820 Millionen Euro steigen.

Donnerstag, 20.12.2018, 08:22 Uhr aktualisiert: 20.12.2018, 08:26 Uhr
Der Weidmüller-Vorstand: Volker Bibelhausen (von links), Jörg Timmermann, José Carlos Álvarez Tobar. Foto:
Der Weidmüller-Vorstand: Volker Bibelhausen (von links), Jörg Timmermann, José Carlos Álvarez Tobar.

Das erklärte Vorstandssprecher Jörg Timmermann am Mittwoch. Die Investitionen in den »Aufbau von Know-how in der Automatisierung und Digitalisierung«, in den im Oktober 2017 erfolgten Rückkauf der Vertriebsgesellschaften in Nordamerika sowie in Wachstumsregionen hätten sich ausgezahlt.

Weidmüller wolle seine Marktposition bei Automatisierung und Digitalisierung kontinuierlich ausbauen, sagte der im September neu berufene Technologievorstand Volker Bibelhausen. Das sei auch 2018 erfolgt. So hat der Konzern im November erstmals eine Automatisierungslösung allein mit eigenen Systemen gezeigt.

Etablierung eines Kompetenzzentrums

Im Bereich Automationslösungen und Digitalisierung steigert Weidmüller den Umsatz im laufenden Jahr um rund 25 Prozent auf 100 Millionen Euro. Immer mehr Komponenten seien kommunikationsfähig, sagt Vertriebsvorstand José Carlos Álvarez Tobar. Die Digitalisierung erreiche inzwischen auch rein elektromechanische Komponenten wie Steckverbinder.

Auf diesen Trend habe das Unternehmen im Oktober mit der Etablierung eines Kompetenzzentrums für smarte Verbindungslösungen in Lemgo reagiert. Ein Expertenteam von rund 15 Mitarbeitern arbeite dort eng zusammen mit den Forschern der »Smartfactory OWL«, dem ­CIIT sowie der Hochschule OWL.

Mitarbeiterzahl gestiegen

In den nächsten Wochen werden 470 der 1900 Mitarbeiter am Stammsitz Detmold das neue Kunden- und Technologiezentrum beziehen. Es soll die abteilungsübergreifende Arbeit fördern. In Paderborn entsteht bis 2020 ein Neubau, in den 250 Mitarbeiter für Automatisierungslösungen umziehen sollen. Die Mitarbeiterzahl im Konzern stieg im Jahresverlauf um 200 auf 4900.

Auf 2019 blickt Timmermann mit Zuversicht und Vorsicht. Ob einer Exportquote von mehr als 75 Prozent bereiten vor allem die Handelskonflikte und der bevorstehende Brexit Sorgen. Erwartet wird daher eine »deutlich zurückgehende Wachstumsdynamik«.

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