Mi., 13.02.2019

Reduzierung von 67 auf 63 Institute Weniger Sparkassen in Westfalen-Lippe

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: Volker Hagemann

Münster/Detmold (WB/js/in). Die Zahl der selbstständigen Sparkassen in Westfalen-Lippe ist in den vergangenen zwei Jahren um mehr als zehn Prozent zurückgegangen.

Sparkassen-Präsidentin Prof. Dr. Liane Buchholz.

Fusionen führten schon 2017 um eine Reduzierung von 67 auf 63 Institute. Im vergangenen Jahr kamen drei weitere Zusammenschlüsse hinzu, gab Sparkassen-Präsidentin Prof. Liane Buchholz am Dienstag in Münster bekannt. Darunter fiel 2018 die Fusion der Sparkassen Bad Oeynhausen und Porta Westfalica. Insgesamt ging die Zahl in OWL seit 2017 von 16 auf 14 zurück. Zugleich haben die Sparkassen auch ihr Personal deutlich reduziert – in den zwei Jahren um insgesamt knapp 1900 auf 23.859 Stellen. Dagegen wurden 2018 in Westfalen-Lippe weniger Geschäftsstellen geschlossen; nach 73 im Jahr 2017 betrug der Rückgang bei den Filialen diesmal zwölf auf 1271.

Zugleich häuften die 6,1 Millionen Privatkunden der Sparkassen in der Region noch niemals zuvor in zwölf Monaten so viel neues Geldvermögen an wie 2018. Der Zuwachs lag bei fast 4,5 Milliarden Euro, berichtete Buchholz bei Vorlage der Jahresbilanz. Wie Jürgen Wannhoff, Vizepräsident des Sparkassen-Verbandes Westfalen-Lippe, ergänzte, erhöhten sich die Kundeneinlagen um 2,9 Prozent. Kreditzusagen an Firmen stiegen in Westfalen-Lippe um 4,0 Prozent, sanken aber bei den 14 Sparkassen in OWL um 4,1 Prozent. Andererseits legten die Darlehenszusagen an Private in OWL mit 8,1 Prozent stärker zu als in Westfalen-Lippe mit 2,6 Prozent.

Die Ertragslage der Sparkassen in der Gesamtregion hat sich weiter eingetrübt. Zwar wuchsen die Provisionsüberschüsse um 3,8 Prozent auf 32 Millionen Euro. Doch wurde der Einbruch des Zinsüberschusses um 100 Millionen dadurch nur zu einem Drittel ausgeglichen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung sank folglich um fünf Prozent auf 1,21 Milliarden Euro.

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