Mi., 11.09.2019

Judith Pirscher folgt auf FDP-Politikerin Marianne Thomann-Stahl Neue Leiterin für OWL-Bezirksregierung

Die Bezirksregierung in Detmold.

Die Bezirksregierung in Detmold. Foto: Oliver Schwabe

Düsseldorf/Detmold (WB/as/kol). Die oberste Regionalbehörde in Ostwestfalen-Lippe soll künftig von der Juristin Judith Pirscher geführt werden.

Das wurde gestern Abend aus der NRW-Politik bestätigt. Die 52-Jährige gehört der FDP an – ebenso wie die derzeitige Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (65), die voraussichtlich Ende November in den Ruhestand geht.

Pirscher stammt aus Dortmund, ist derzeit Landesrätin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP in Münster. Sie studierte Rechtswissenschaften in Bayreuth und absolvierte ihr Referendariat in NRW. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete sie als Rechtsanwältin in einer Kanzlei in Düsseldorf.

Judith Pirscher Foto: Martin Steffen/LWL

Laut Wikipedia-Eintrag ging Pirscher 1998 zur umweltpolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion nach Bonn und später nach Berlin. Im Jahr 2000 wechselte sie zur FDP-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und kümmerte sich als Stellvertretende Geschäftsführerin und Justiziarin um die Innen- und Kommunalpolitik sowie die Verfassungs- und Parlamentsfragen. 2005 übernahm sie als Leiterin des Ministerbüros von Ingo Wolf die politische Koordination im NRW-Innenministerium. Von dort wechselte sie zum Verfassungsschutz im Innenministerium. Seit Oktober 2010 ist sie Ständige Vertreterin des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes Nordrhein-Westfalen. 2011 wurde sie zur Landesrätin für Bau- und Liegenschaftsbetrieb und Kommunale Versorgungskassen für Westfalen-Lippe (kvw) beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe gewählt. Pirscher ist im Verwaltungsvorstand des Instituts für vergleichende Städteforschung an der Universität Münster. Marianne Thomann-Stahl leitet die Bezirksregierung seit 2005.

Nach Informationen dieser Zeitung soll das Amt des Regierungspräsidenten zunächst dem FDP-Politiker Kai Abruszat angetragen worden sein. Der habe aber Bürgermeister in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) bleiben wollen.

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