Detmold: Landschaftsverband plant neue Gebäude – Investitionssumme 38,5 Millionen Euro
Freilichtmuseum wird modernisiert

Detmold (WB/ef/epd). Das Freilichtmuseum in Detmold bekommt ein neues Eingangs- und Ausstellungsgebäude. Der zuständige Kulturausschuss hat einen entsprechenden Baubeschluss auf den Weg gebracht, über den der Landschaftsausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) abschließend am 2. Oktober entscheidet.

Freitag, 18.09.2020, 05:57 Uhr aktualisiert: 18.09.2020, 13:26 Uhr
Diese Zeichnung des beauftragten Architekturbüros zeigt, wie der Eingangsbereich des Freilichtmuseums Detmold im Jahr 2024 aussehen könnte. Foto: LWL
Diese Zeichnung des beauftragten Architekturbüros zeigt, wie der Eingangsbereich des Freilichtmuseums Detmold im Jahr 2024 aussehen könnte. Foto: LWL

Für das Projekt, das auch eine neue Parkgestaltung des Museums nach historischen Vorbildern vorsehe, würden Kosten von rund 38,5 Millionen Euro veranschlagt. Baubeginn solle im kommenden Jahr sein.

Der LWL rechnet nach eigenen Angaben damit, dass das Gebäude und die Umgestaltung der Außenanlagen im Jahr 2024 fertiggestellt sein werden. Im Detmolder Freilichtmuseum soll den Plänen zufolge ein Neubau mit einer Nutzfläche von rund 3.100 Quadratmetern erstmals in der Museumsgeschichte die Möglichkeit bieten, große Sonderausstellungen und besondere Depotschätze zu zeigen. In das Gebäude soll auch ein Café einziehen. Außerdem soll die angrenzende Parklandschaft neu strukturiert werden und mit einem neuen Weg die Anbindung an die Stadt Detmold verbessern.

„Damit gehen wir nach Jahren der intensiven Planung im LWL-Freilichtmuseum Detmold einen ganz wichtigen Schritt Richtung Zukunft“, sagte LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger. Mit dem neuen Gebäude werde ein multifunktionaler Ort der Vermittlung und Interaktion geschaffen, um die Besucherbindung zu stärken und das Museum ganzjährig öffnen zu können. Die Saison des Freilichtmuseums beginnt bisher am 1. April und endet Ende Oktober.

Der Neubau soll nach Worten der LWL-Kulturdezernentin ein CO 2 -neutrales Gebäude werden. „Das ist im Museumsbereich einmalig, weil Museen aufgrund ihrer besonderen Klimaanforderungen grundsätzlich einen höheren Primärenergiebedarf haben als beispielsweise das private Eigenheim“, betonte Rüschoff-Parzinger. Derzeit laufe mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ein Forschungsvorhaben zu energieeffizienten Museumsgebäuden, an dem mehrere Hochschulen beteiligt seien.

Projektsteuerung und Kostenkontrolle

Im November 2018 fand das Preisgericht des Architektenwettbewerbes statt. Die Jury hat den Entwurf von ACMS Architekten GmbH aus Wuppertal in Zusammenarbeit mit FSWA Landschaftsarchitektur, Düsseldorf, mit dem ersten Preis prämiert. Ein Büro für Projektsteuerung und Kostenkontrolle sowie eine ausschussübergreifende Kommission sollen die Baumaßnahme begleiten.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Er betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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