Verbund-Volksbank OWL sieht sich im Corona-Jahr gut aufgestellt – Bernd Seibert ausgeschieden
Drei Prozent Dividende für die rund 116.000 Mitglieder

Paderborn -

Bei der ersten virtuellen Vertreterversammlung der Verbunds-Volksbank OWL sind drei Prozent Dividende für die rund 116.000 Mitglieder für das Geschäftsjahr 2019 beschlossen worden. Im Jahr davor waren es noch 4,5 Prozent. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Bernd Seibert ist als Aufsichtsratsvorsitzender ausgeschieden.

Donnerstag, 19.11.2020, 17:11 Uhr aktualisiert: 19.11.2020, 21:46 Uhr
Von links: Joachim Pahn (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Bernd Seibert, Vorstandsvorsitzender Ansgar Käter und Horst Schubert, ebenfalls stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.
Von links: Joachim Pahn (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Bernd Seibert, Vorstandsvorsitzender Ansgar Käter und Horst Schubert, ebenfalls stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Foto: Dietmar Flach/Verbund-Volksbank OWL

Mit den genannten Beschlüssen haben die Vertreter jetzt das Geschäftsjahr 2019 offiziell abgeschlossen. Im laufenden Jahr verzeichnet das Institut bis Ende Oktober ein Plus bei den Kundenkrediten um 3,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Die offenen Darlehenszusagen lagen mit 290,4 Millionen Euro um mehr als 25 Prozent über dem Vorjahreswert, berichtete Vorstandschef Ansgar Käter. Die Bilanzsumme stieg um 5 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Die Verbund-Volksbank OWL ist damit das größte genossenschaftliche Institut der Region. Es war aus der Fusion der Volksbanken Paderborn-Höxter-Detmold und Minden entstanden.

Wiederwahlen zum Aufsichtsrat

Sie wurden für weitere drei Jahre in ihrem Amt bestätigt:Dr. Ralf Becker, geschäftsführender Gesellschafter der Fritz Becker GmbH & Co. KG, Brakel – Dr. Georg Böcker, Diplom-Ingenieur und geschäftsführender Gesellschafter der Ernst Böcker GmbH & Co. KG, Minden – Horst Schubert, Zahnarzt, Bad Lippspringe – Dr. Wolfgang Zündorf, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei HLB Dr. Stückmann und Partner mbB, Bad Lippspringe

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Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Vertreterversammlung, die ursprünglich für Ende Mai geplant war, erstmals virtuell statt. Dazu begrüßte Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Seibert gemeinsam mit seinen Stellvertretern Joachim Pahn und Horst Schubert und dem Vorstandsvorsitzenden Ansgar Käter die Vertreter im Live-Stream.

Bereits im Juni hatte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2019 festgestellt. Das vergangene Geschäftsjahr hatte die Bank mit einem Ergebnis vor Bewertung von 62,2 MillionenEuro beziehungsweise 0,96 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme deutlich über Plan und über dem Vorjahreswert abgeschlossen. „Durch unser Wachstum im Kundengeschäft, den Ausbau der Provisionserträge und ein konsequentes Kostenmanagement konnten wir 2019 ein gutes Ergebnis erzielen, von dem auch unsere Miteigentümer profitieren werden“, sagte Käter.

Nach Beschluss der Vertreterversammlung erhalten die Mitglieder aus dem Jahresüberschuss von 14,7 Millionen Euro für 2019 eine Dividendevon drei Prozent. Damit schüttet die Verbund-Volksbank OWL insgesamt 2,1 Millionen Euro aus. Käter: „Unter Berücksichtigung der Empfehlungen der deutschen Bankenaufsicht halten wir diese Dividendenhöhe angesichts der Umstände für angemessen und ausgewogen. Auch wenn sie niedriger als in den Vorjahren ausfällt, dokumentiert diese Dividende einmal mehr, dass unsere Mitglieder Miteigentümer einer erfolgreichen und gleichzeitig wachstumsstarken Genossenschaftsbank sind.“

Zusammenfassung des Vorstandsvorsitzenden Käter

„Die VerbundVolksbank OWL hat auch in diesem schwierigen Jahr 2020 gezeigt, dass sie über ein nachhaltiges und erfolgreiches Geschäftsmodell und eine ausreichende Kapitalisierung verfügt, um der Krise zu trotzen. Auch für die Herausforderungen in den kommenden Jahren fühlen wir uns gut aufgestellt. Mit dem Fokus auf das breite und gehobene Mittelstands- und Privatkundengeschäft sind wir in Ostwestfalen-Lippe sowohl lokal vor Ort als auch digital fest verankert. Wir wachsen qualitativ im Kreditgeschäft und im Bereich der Vermögensanlage. Dies sichert uns eine hohe Ertragskraft im operativen Geschäft. Zudem sorgt unsere solide Eigenkapitalbasis für eine hohe Stressresistenz in diesen unsicheren Zeiten.“

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Beim Ausblick verwies der Vorstandsvorsitzende auf die dynamische Entwicklung im Corona-Jahr und die Verantwortung als genossenschaftliche Regionalbank. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen sind wir mit der bisherigen Entwicklung zufrieden, das erwartete Betriebsergebnis für 2020 befindet sich aktuell auf Planniveau.“ Per 31. Oktober erhöhte sich die Bilanzsummeim Vergleich zum Vorjahresende um fünf Prozent auf rund 6,7 Milliarden Euro. „Eine unserer wichtigsten Aufgaben in der Corona-Pandemie ist es, Verantwortung als verlässlicher Finanzierungspartner sowohl für die Unternehmen in der Region als auch für unsere Privatkunden, die beispielsweise wegen Kurzarbeit oder Arbeitsplatzverlust unverschuldet in Not geraten, zu übernehmen. Dass wir den Regenschirm nicht nur angeboten, sondern auch aufgehalten haben, beweist vor allem unser Wachstum im Kreditgeschäft“, sagte Käter. Per 31. Oktober verbuchte die Volksbank bei den Kundenkreditenein Wachstum um 3,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Die offenen Darlehenszusagen lagen mit 290,4 Millionen Euro um mehr als 25 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für Bernd Seibert  war es die letzte Vertreterversammlung in seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender. Aufgrund des Erreichens der satzungsgemäßen Altersgrenze ist er mit Ablauf der Veranstaltung aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der geschäftsführende Gesellschafter der Seibert GmbH & Co. KG, Beverungen, war insgesamt mehr als 30 Jahre im Ehrenamt, davon 28 Jahre im Aufsichtsrat, für die Verbund-Volksbank OWL und ihre Vorgängerinstitute tätig. Zum Abschluss der diesjährigen Vertreterversammlung im Präsenzformat wäre Seibert für seine langjährige erfolgreiche Arbeit im Aufsichtsrat mit der Ehrennadel in Gold des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes e. V. (DGRV) ausgezeichnet worden. Um sein Engagement angemessen zu würdigen, so die Bank, wird die Vergabe auf nächstes Jahr verschoben.

Zur Person: Bernd Seibert

Seine ehrenamtliche Karriere in der Volksbank begann Bernd Seibert als Beiratsmitglied der Volksbank Beverungen, die 1988 zur damaligen Volksbank Höxter-Beverungen fusionierte. 1992 wurde er in den Aufsichtsrat der Volksbank Höxter-Beverungen gewählt. 2003 übernahm er das Amt des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold und wurde zugleich Mitglied im Kredit- und Vorstandsausschuss. 2015 folgte Seibert auf Josef Tack in der Position des Aufsichtsratsvorsitzenden. In seiner mehr als 30-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit habe Seibert viele richtungsweisende Entscheidungen der Bank aktiv begleitet und mit großem Sachverstand gefördert, würdigte die Bank das Engagement. Darüber hinaus habe er wichtige strategische Entscheidungen in den letzten Jahren, beispielsweise die Gründung der Werther und Ernst Vermögensverwalter GmbH und die Fusion der Volksbanken Paderborn-Höxter-Detmold und Minden zur VerbundVolksbank OWL, maßgeblich begleitet und gefördert.

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