Auch in Paderborn sollen Autospuren kurzfristig umgewidmet werden – Stadt prüft noch
Umwelthilfe stellt Antrag für Pop-up-Radwege

Paderborn/Detmold (WB/mba) -

In 135 Städten hat die Deutsche Umwelt­hilfe (DUH) Anträge auf kurzfristig umzusetzende Radwege verschickt. Darunter ist auch Paderborn, wie die Stadt auf Anfrage bestätigte.

Dienstag, 16.02.2021, 09:52 Uhr aktualisiert: 16.02.2021, 11:00 Uhr
Radfahrer fahren während einer Pop-up-Radwegaktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auf einer zeitlich begrenzt für sie reservierten Spur der Reeperbahn.
Radfahrer fahren während einer Pop-up-Radwegaktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auf einer zeitlich begrenzt für sie reservierten Spur der Reeperbahn. Foto: dpa/Markus Scholz

Die Verwaltung prüfe den Antrag noch, heißt es aus dem Rathaus. Ob und wann er auf die Tagesordnung der politischen Gremien komme, sei noch unklar. In den Anträgen fordert die DUH nach eigenen Angaben, Autospuren in Pop-up-Radwege und verkehrsberuhigte Straßen umzuwidmen sowie Tempo 30 innerorts einzuführen.

Die Anträge beruhten auf Vorschlägen von Bürgern. Mehr als 1200 seien bei der DUH eingegangen. Auch an die Stadt Detmold wurde ein Antrag verschickt. Erst im Sommer 2020 war in Paderborn ein Antrag der Initiative für Radfahrende, testweise Pop-up-Radwege einzurichten, von einer Mehrheit im Bauausschuss und von der Stadt abgelehnt worden .

Die DUH habe mittlerweile in 236 Städten Anträge gestellt. Mehr als 80 Kommunen hätten sich zurückgemeldet, teilte die DUH mit. Der Verband ruft Bürger dazu auf, unter www.duh.de/pop-up-radwege-jetzt Kommunen zu nennen, in denen weitere Anträge gestellt werden sollten. „Die überwältigende Rückmeldung und die eingegangenen zahlreichen Vorschläge zeigen uns, dass die Menschen einen besseren Schutz für Fußgänger und Fahrradfahrer und eine Zurückdrängung des Autos in unseren Städten fordern. Obwohl immer mehr Radfahrerinnen und Radfahrer auf den Straßen unterwegs sind, existieren in den meisten deutschen Städten keine ausreichend breiten, baulich abgegrenzten, geschützten Fahrradwege. Dass es auch anders geht, zeigen uns die Niederlande und Dänemark“, sagt DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch.

Resch verweist darüber hinaus auf ein Gutachten, das zeige, dass Pop-up-Radwege und Tempo-30-Zonen in Innenstädten rechtssicher umgesetzt werden könnten.

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