Do., 02.04.2020

Rehaeinrichtung in Horn-Bad Meinberg bittet den Kreis um Hilfe – Notärzte überprüfen Gesundheitszustand der Betroffenen Mehr als 100 Infizierte: Kreis sichert Versorgung der Patienten in Rose-Klinik

Die Rose-Klinik in Horn-Bad Meinberg.

Die Rose-Klinik in Horn-Bad Meinberg. Foto: Christian Müller

Horn-Bad Meinberg (WB/sba). Weil mehr als 100 Patienten und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert sind, ist die Rose-Klinik in Horn-Bad Meinberg nicht mehr in der Lage, die Patienten zu versorgen. Nun hat der Kreis Unterstützung zugesichert.

Die Rehaklinik hatte die Verantwortlichen des Kreis Lippe zuvor um Hilfe gebeten . „Der Krisenstab des Kreises Lippe arbeitet aktuell an der Sicherstellung der Versorgung der Patienten und prüft die schrittweise Verlegung der Patienten. Rettungsdienst als auch Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet sowie das Gesundheitsamt Kreis Lippe und das Klinikum Lippe bereiten aktuell die Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem Krisenstab vor“, teilt der Kreis auf seiner Internetseite mit.

Aktuell läuft in der Klinik die Sichtung der Patienten durch Notärzte, die den Gesundheitszustand der Patienten und deren Begleitpersonen bewerten. Anschließend wird der Grad des gesundheitlichen Befindens kategorisiert. „Anschließend werden die Patienten in Krankenhäuser verlegt oder verbleiben in der Reha-Klinik. Alle Transport-Maßnahmen dauern bis Freitag an – die Versorgung der Patienten vor Ort wird in den kommenden Stunden durch Ärzte und Pfleger des Klinikum Lippe unterstützt“, heißt es in der Kreismitteilung.

Patienten wollen abreisen

Außerdem wird geprüft, ob ein Verbleib zur Betreuung in der Rose-Klinik möglich ist. Für die Betreuung hat das Klinikum Lippe seine Unterstützung zugesagt, um gemeinsam mit verbliebenen Mitarbeitenden des Klinikträgers eine reduzierte Patientenzahl zu versorgen. Einige Patienten haben den Wunsch abzureisen. Können Bezugspersonen die Betreuung sicherstellen, können Patienten nach Hause und müssen sich dort sofort in häusliche Quarantäne begeben.

Zuletzt waren 27 Mitarbeiter und 84 Patienten positiv auf den Coronavirus getestet worden. Bei 83 Patienten ergab der Test ein negatives Ergebnis, genau wie bei fünf Ärzten. Sechs Partienten warten noch auf ein Testergebnis.

Auch mit der Entwicklung in der Rose-Klinik lassen sich die sprunghaft angestiegenen Fallzahlen im Kreis Lippe erklären (393 Fälle am 2. April, 12 Uhr).

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