Keime in Teilen des Hohenhausener Trinkwassers sind abgetötet worden
Wasser ist wieder trinkbar

Kalletal (WB). Entwarnung hat es jetzt für die Hohenhausener (Kreis Lippe) gegeben: Sie müssen ihr Trinkwasser nicht mehr abkochen. Wie Maike Delang, Pressesprecherin des Landrats, verlauten ließ, sind nach letzten Laboruntersuchungen keine Auffälligkeiten im Wasser mehr festgestellt worden.

Mittwoch, 30.07.2014, 10:54 Uhr aktualisiert: 30.07.2014, 13:19 Uhr
Keime in Teilen des Hohenhausener Trinkwassers sind abgetötet worden : Wasser ist wieder trinkbar
Endlich wieder sauberes Trinkwasser: Die Nutzer der Wasserleitung 1 in Hohenhausen, die von der Quelle Borncafé gespeist wird, können ihr Wasser wieder direkt aus der Leitung trinken. Foto: dpa

Seit der vergangenen Woche wurde das Wasser aus der Quellfassung Borncafé gechlort. Kolibakterien waren darin festgestellt worden. Die Keime können beim Menschen schwere Durchfälle und Lebensmittelvergiftungen auslösen. Deshalb mussten die Nutzer der Wasserleitung 1 ihr Trinkwasser abkochen.

Durch die Chlorung und Spülung des Versorgungsnetzes sei das Wasser nun wieder uneingeschränkt nutzbar, so Michael Eich, der im Gesundheitsamt für die hygienische Überwachung der Trinkwasserversorgung zuständig ist. Die letzten Proben hatten keine Keime mehr nachweisen können.

Bachlauf könnte Quelle verunreinigt haben

Woher die Verunreinigung stammt, ist weiterhin unklar. Michael Eich bringt sie in Verbindung mit dem Unwetter, das in der Woche zuvor über Kalletal gewütet hatte. Dabei sei das Wasser des Baches Westerkalle stark angestiegen. Der Bach liegt in direkter Nähe der Quellfassung; eventuell habe sein Wasser die Quelle mit den Bakterien verunreinigt.

Diese wird indes weiter gechlort. Das Versorgungsnetz ist zwar sauber, im unbehandelten Rohwasser der Quelle wurden allerdings noch Keime nachgewiesen. Ein leichter Chlorgeruch sei für einige Nutzer deshalb eventuell wahrnehmbar, so Eich, dies sei jedoch gesundheitlich unbedenklich. Täglich messe der Versorger, der Wasserbeschaffungsverband Hohenhausen, den Chlorgehalt.

Ende dieser Woche würden auch Nachproben genommen, um die Keimbelastung zu prüfen. Michael Eich geht davon aus, dass sie ein gutes Ergebnis zeigen: »Die Verunreinigung ist stetig zurückgegangen, die Chlorung hat Wirkung gezeigt.« Auch die letzten Keime würden voraussichtlich bald verschwunden sein.

Neues Filtersystem wird installiert

Um verstärkt Vorsorge zu treffen, werde zudem ein neues Filtersystem zum Tragen kommen: Statt der bisherigen Chlorung komme dann ein UV-Filter zum Einsatz. Dabei wird das Wasser mit UV-Licht bestrahlt, das alle Keime abtötet. Dies sei Aufgabe des Wasserversorgers. In drei bis vier Wochen werde die Anlage installiert und biete danach eine noch bessere Schutzbarriere.

Michael Eich lobte besonders die Zusammenarbeit mit dem Wasserversorger in diesem Fall: »Die Kommunikation war sehr gut und sehr einfach, alle Maßnahmen wurden direkt umgesetzt. Es war eine gute Zusammenarbeit.« Auch die betroffenen Bürger seien entspannt gewesen.

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