Landfrauenverband Stemmen-Varenholz-Erder feiert – auch mit Zukunftssorgen
Feierstunde zum 60-jährigen Bestehen

Kalletal (WB). Mit Freude, aber auch mit Sorge um die Zukunft der Ortsgruppe haben die Landfrauen aus Stemmen, Varenholz und Erder jetzt das 60. Bestehen ihres Verbandes gefeiert. Etwa 55 Frauen waren zur Feierstunde ins Gemeindehaus in Varenholz gekommen, die ein kleines Programm, Ehrungen und ein Essen vorsah.

Freitag, 08.12.2017, 18:00 Uhr aktualisiert: 08.12.2017, 18:47 Uhr
Der aktuelle Vorstand der Ortsgruppe, von links: Edeltraut Dörnert,Ingrid Distelhorst, Ilse Mannetter, Beate Scourse, Elke Böckstiegel und Annegret Eickenjäger. Gemeinsam blickten sie jetzt auf die 60-jährige Geschichte der Gruppe zurück Foto: Reiner Toppmöller
Der aktuelle Vorstand der Ortsgruppe, von links: Edeltraut Dörnert,Ingrid Distelhorst, Ilse Mannetter, Beate Scourse, Elke Böckstiegel und Annegret Eickenjäger. Gemeinsam blickten sie jetzt auf die 60-jährige Geschichte der Gruppe zurück Foto: Reiner Toppmöller

»Vor sechzig Jahren, im Dezember 1957, wurde die Ortsgruppe von einem  Fräulein Strothmeier, vom Landfrauenverband, so sagte man damals noch, gegründet. Die ersten Vorsitzenden waren Paula Klocke und Elfriede Striepeke«, erinnerte die aktuelle Vorsitzende Annegret Eickenjäger in ihrem Rückblick auf die Jahrzehnte. Dann zählte sie die Namen der Frauen auf, die sich in diesem Jahrzehnten engagiert hatten oder immer noch dabei sind: unter anderem sind das Lore Moritzmeier, Inge Friese und Wilma Depping, die immer noch für Musik und Unterhaltung sorgt.

Rückblick in die Geschichte

Paula Klocke hatte den Vorsitz bis zum Jahr 1979, dann wurde sie von Sieglinde Könemann abgelöst, die diesen Posten 23 Jahre behielt. Ilse Mannetter und Ingrid Distelhorst kamen im Jahr 1982 in den Vorstand und sind dort seit 23 Jahren tätig. Sehr emotional wurde es für die Vorsitzende, als die Reihe der Aufzählung an den Namen ihrer Vorgängerin Ulla Frevert kam, die den Vorsitz zwölf Jahre inne hatte und dann plötzlich verstarb. Annegret Eickenjäger berichtete auch über die vielen Ausflüge und Veranstaltungen,die die Ortsgruppe unternommen hat. Ein denkwürdiges Ereignis in der Geschichte der Stemmer Landfrauen war sicher auch das Feuer in der Gaststätte Brand am 6. Dezember 1977 als die Ortsgruppe ihr 20-jähriges Bestehen feiern wollte.

»Damals war schon alles vorbereitet für die Feier. Wir mussten schnell umplanen und haben dann die Feier dort abgesagt und auf dem Domänenhof in Varenholz gefeiert«, berichtete die Vorsitzende.

Vorstand sucht Nachfolge

In ihrer Ansprache wies sie dann auf die aktuelle Situation der Ortsgruppe hin. Sie selbst und andere im Vorstand hören mit ihrer Arbeit auf. Deshalb wird ein neuer Vorstand gesucht. Das ist nicht sehr einfach, da die Altersstruktur im Ortsverband sehr hoch ist und der Landfrauenverband die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder auf 65 Jahre begrenzt hat. »Findet sich bis Januar 2018 niemand, der das machen will, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wir schließen uns den Hohenhauser Frauen an oder wir lösen uns auf«, sagte die Vorsitzende.

Verdiente Mitglieder geehrt

Im weiteren Verlauf der Feier standen Ehrungen auf dem Programm. Geehrt wurden: Wilma Depping, als Frau der ersten Stunde, Sieglinde Könemann für 23 Jahre Vorsitzende, Ilse Mannetter für 35 Jahre und Ingrid Distelhorst für 23 Jahre Vorstandsarbeit. Lore Potthast wurde für die vielen guten gebackenen Sachen, die sie über die Jahrzehnte kredenzt hatte, geehrt. Friedo Petig, der dichtende Landwirt aus dem Extertal, sorgte für Lacher mit seinen Versen. Er las auch aus seinem neuen Krimi »Sechs aus 49« vor, der auf dem Lande spielt.

 

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