Heimatvereine im Kalletal säubern die Landschaft
Wieder mehr wilder Müll

Kalletal (WB). Deutschlandweit sind in den vergangenen Wochen zahlreiche Freiwillige aufgebrochen, um die Natur von Unrat zu befreien. In den Kalletaler Ortschaften ist dies schon seit Jahrzehnten guter Brauch. Das Wetter hatte sie zunächst davon abgehalten, doch nun konnten die Termine nachgeholt werden.

Montag, 26.03.2018, 18:59 Uhr aktualisiert: 26.03.2018, 19:01 Uhr
In Bavenhausen finden die Helfer einen Luftballon mit Adresse. Nun soll der Absender eingeladen werden. Foto: Reiner Toppmöller
In Bavenhausen finden die Helfer einen Luftballon mit Adresse. Nun soll der Absender eingeladen werden. Foto: Reiner Toppmöller

Wer am vergangenen Samstag unterwegs war, hatte Glück. Wolkig, aber trocken blieb es, und so konnte die Aktion »Saubere Landschaft« über die Bühne gebracht werden. Insgesamt war aber festzustellen, dass doch wieder mehr Unrat als im vergangenen Jahr dabei zusammen gekommen ist. Etliche Beteiligte waren sich einig: An den Landesstraßen liegt das sicher daran, dass die Frühjahrsmüllaktion von Straßen.NRW noch nicht stattgefunden hat.

Ein erfreulicher Fund ist auch dabei

In Bavenhausen brachten die Helfer neben einem Auto-Frontteil und dem sonstigen üblichen Dreck auch einen Luftballon mit. Der war offensichtlich zum 6. Geburtstag von Matheo in Verl gestartet worden. Da die Adresse noch lesbar unter dem Ballon hing, überlegt der Heimatverein jetzt, den Jungen samt seiner Familie zur 675-Jahrfeier im Sommer nach Bavenhausen einzuladen, sagte der Vorsitzende Mario Hecker.

In Asendorf war die Jugend als »Mobiles Räumkommando« unterwegs. Entlang der L961 bewegte sich der mobile Trupp mit zwei selbst gebauten Gespannen aus Kett-Car und Anhänger. Das »Blaulicht« am Zugfahrzeug sorgte nicht nur für Sicherheit, sondern zeigte auch, wo die Leidenschaft der Jugendlichen liegt.

Müllsäcke werden abgeholt

In Erder hatten sich die Großen der Feuerwehr bei der diesjährigen Sammelaktion herausgehalten: Sie waren an andere Aufgaben gebunden. Aber der Heimatverein dort konnte wieder mit der Jugendfeuerwehr rechnen. Der Müll wurde in diesem Jahr nicht auf einen Haufen zusammen getragen, sondern blieb in Säcke verpackt an den Straßen stehen und soll dort abgeholt werden.

Auch in Stemmen-Varenholz ist viel Unrat zusammen gekommen.

Auch in Stemmen-Varenholz ist viel Unrat zusammen gekommen. Foto: Reiner Toppmöller

Große Mühe machten immer wieder die tiefen Böschungen an der L781. »Man wird ja auch nicht mehr jünger. Da wird das Laufen an den steilen Böschungen immer schwerer«, sagt Alfred Sievering, Chef des örtlichen Heimatvereins.

Rollerreifen und Paella-Pfanne »entsorgt«

Auch am letzten Punkt in NRW und der äußersten Spitze des Kalletals, in Stemmen-Varenholz, war der Heimatverein aktiv. Am Ende war der Hänger eines kleinen Traktors übervoll beladen. Darunter lagen neben dem »normalen« Müll zwei Rollerreifen und eine Paella-Pfanne.

Nach Abschluss der Arbeit nahmen dort viele das Angebot von Michael Eggersmann in Anspruch und ließen sich im neuen Weserauen Info-Zentrum über die geplante Renaturierung und den Plan für das neue Kiesgewinnungsgebiet informieren.

Alle Sammelorte hatten eins gemeinsam: Nach getaner Arbeit wurde der Grill angeschmissen und die Grillsaison eröffnet.

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