Modellprojekt: Alle Kalletaler Senioren sollen den »SinfoL«-Service nutzen können
Besuchsdienst wird erweitert

Kalletal (WB/pab). Seit einem Jahr gibt es das Projekt »SinfoL« (Senioreninformationsdienst Lippe) im Kalletal. Jetzt hat die Gemeinde eine Zwischenbilanz gezogen – mit dem Ergebnis, dass die mobile Beratung auf Osterhagen, Talle, Westorf und Bavenhausen ausgeweitet werden soll.

Donnerstag, 23.08.2018, 17:30 Uhr aktualisiert: 23.08.2018, 17:46 Uhr
Seit einem Jahr besteht das Projekt Senioreninformationsdienst Lippe (»SinfoL«) im Kalletal. Catharina Hempelmann, Michaela Ottemeier und Philip Pröhlemeier (von links) präsentieren das E-Dorfauto mit Blick auf das Panorama von Westorf. Foto:
Seit einem Jahr besteht das Projekt Senioreninformationsdienst Lippe (»SinfoL«) im Kalletal. Catharina Hempelmann, Michaela Ottemeier und Philip Pröhlemeier (von links) präsentieren das E-Dorfauto mit Blick auf das Panorama von Westorf.

Im September vergangenen Jahres unterzeichneten die Zukunft Lüdenhausen eG, der Kreis Lippe und die Gemeinde Kalletal die Kooperationsvereinbarung im Rahmen der offenen Altenarbeit, unter dem Titel »SinfoL«. Anfang Januar konnte die Kalletalerin Catharina Hempelmann in der mobilen Seniorenberatung auf Minijob-Basis ihre Arbeit beginnen.

Diese Stelle wird bis Juni 2020 vom Modellprojekt »Soziale Dorfentwicklung« getragen, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird.

Zunächst wurden die bestehenden Angebote und die Akteure analysiert. Mitte März begann Catharina Hempelmann damit, Seniorinnen und Senioren zu besuchen, über bestehende Unterstützungsmöglichkeiten, kulturelle und soziale Angebote zu informieren .

Sicher und zufrieden im eigenen Heim

Ziel des Projektes ist es laut »SinfoL«-Homepage, »die Lebensqualität und Sicherheit in der häuslichen Umgebung zu erhalten oder wieder herzustellen«.

Bislang hat Catharina Hempelmann 134 Kalletalerinnen und Kalletaler im Alter zwischen 70 und 97 Jahren angeschrieben, 22 sagten den Besuch ab oder wurden nicht angetroffen. 112 Bürgerinnen und Bürger erhielten die Informationsmappe, »und waren sehr erfreut über das Angebot des präventiven Hausbesuchs«, so die Zwischenbilanz.

Viele der besuchten Seniorinnen und Senioren hätten Klärungsbedarf bei Pflegegraden und Hilfen bei der häuslichen Versorgung und Mobilität gehabt. Im Rahmen des Projekts konnten Anträge bei Pflegekassen und Schwerbehindertenangelegenheiten angeregt und begleitet werden. Außerdem informierte Catharina Hempelmann die AWO Lüdenhausen über das Angebot.

Zusammenarbeit mit Vereinen

Derzeit werden Besuche in den Orten Lüdenhausen, Asendorf, Henstorf, Herbrechtsdorf und Niedermeien durchgeführt. Bis zum Ende des Jahres sollen noch etwa 70 Senioren der Region Lüdenhausen und der umliegenden Ortschaften besucht werden. Weitere Kooperationen mit Vereinen die sich sozial im Kalletal engagieren, werden angestrebt.

Bis das Modellprojekt ausläuft, sollen Senioren im gesamten Gemeindegebiet davon profitiert haben. Darauf verständigten sich Michaela Ottemeier vom Kreis Lippe, Catharina Hempelmann, Philip Pröhlemeier als Vorsitzender Zukunft Lüdenhausen eG und Bürgermeister Mario Hecker.

Hecker verwies außerdem darauf: »Für die Besuche der Senioren steht Catharina Hempelmann ein weiterer Baustein des Modellprojektes zur Verfügung: das E-Dorfauto.«

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