Di., 16.07.2019

Landesamt identifiziert Tier auf Fotos einer Anwohnerin Wolfssichtung in Kalletal

Ein Wolf steht in einem Gehege im Wildpark Neuhaus. Das Landesumweltamt hat erneut Nachweise über die Anwesenheit von Wölfen in NRW veröffentlicht. In der Gemeinde Kalletal hat eine Anwohnerin am 22. Juni Fotos eines vorbeilaufenden Tieres gemacht, das als Wolf bestimmt worden ist.

Ein Wolf steht in einem Gehege im Wildpark Neuhaus. Das Landesumweltamt hat erneut Nachweise über die Anwesenheit von Wölfen in NRW veröffentlicht. In der Gemeinde Kalletal hat eine Anwohnerin am 22. Juni Fotos eines vorbeilaufenden Tieres gemacht, das als Wolf bestimmt worden ist. Foto: dpa/Swen Pförtner

Recklinghausen (WB/ca/dpa). Das Landesumweltamt hat am Dienstag erneut Nachweise über die Anwesenheit von Wölfen in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. In der Gemeinde Kalletal im Kreis Lippe an der Grenze zu Niedersachsen sind Fotos eines vorbeilaufenden Tieres gemacht worden, das als Wolf bestimmt worden ist.

»Am 22. Juni hat eine Anwohnerin die Fotos eines vorbeilaufenden Tieres gemacht«, sagte ein Sprecher des Amtes. »Der Aufnahmestandort wurde von einem Wolfsberater verifiziert.« Das Amt sowie die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hätten auf den Fotos einen Wolf identifiziert. »Zu Identität, Herkunft und Geschlechts können wir allerdings noch nichts sagen.«

Schon mehr als 200 unbestätigte Hinweise in 2019

Wie das Landesumweltamt am Dienstag weiter berichtete, war ein im Kreis Olpe am 11. Mai entdecktes totes Reh einem Wolf zum Opfer gefallen. In beiden Fällen sind Geschlecht und Herkunft der Tiere nicht bekannt. Es handele sich vermutlich um durchziehende Tiere, sagte ein Sprecher des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) in Recklinghausen. In diesem Jahr hat das Amt schon mehr als 200 unbestätigte Hinweise aus NRW auf mögliche Sichtungen des Raubtieres erhalten. In Rietberg (Kreis Gütersloh) und in Willebadessen (Kreis Höxter) wurden Anfang Mai hingegen zwei Wolfssichtungen bestätigt , zwei weitere folgten in Westerkappeln im Kreis Steinfurt und Rüthen im Kreis Soest.

Drei Regionen in NRW sind Wolfsgebiete

Sogar aus dem Düsseldorfer Stadtteil Wersten waren im Juli mehrere angebliche Wolfssichtungen gemeldet worden. Dass es tatsächlich ein Wolf war, sei aber »sehr unwahrscheinlich«, sagte ein Lanuv-Sprecher und verwies auf die innerstädtische Lage inmitten von Autobahnen und Schnellstraßen. Es gebe zwar Fotos, die Qualität reiche aber nicht aus für eine Bestimmung.

In NRW wurden seit Oktober 2018 drei Regionen zu Wolfsgebieten bestimmt: die Gegend um Schermbeck nördlich des Ruhrgebiets, auf dem Truppenübungsplatzes Senne bei Bielefeld sowie die Nordeifel an der Grenze zu Belgien (Hohes Venn). 2019 gab es bisher 24 Wolfsnachweise. 2018 waren insgesamt 36 Belege für die Anwesenheit des Raubtiers in NRW eingegangen.

Bei einem Spaziergang durch das Wiehengebirge hatte eine Frau aus Kirchlengern Ende Juni einen Wolf gesichtet .

 

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