Bavenhauser zurück von der Baltic Sea Challenge
Einmal rund um die »Badewanne«

Kalletal (WB). Einmal rund um die Ostsee, oder wie viele Ostseeanwohner sagen: »Die Badewanne«. Seit einigen Tagen sind Julia und Andreas Günther aus Bavenhausen zurück von ihrem 7.500 Kilometer langen Abenteuer.

Samstag, 20.07.2019, 08:00 Uhr
Julia und Andreas Günther sind nach ihrer Ostseeumrundung zurück im heimischen Bavenhausen , wo sie natürlich viel von ihrer abenteuerlichen Reise berichten könnten. Foto: Reiner Toppmöller
Julia und Andreas Günther sind nach ihrer Ostseeumrundung zurück im heimischen Bavenhausen , wo sie natürlich viel von ihrer abenteuerlichen Reise berichten könnten.

Mit ihrem 20 Jahre alten Landrover Freelander haben sie als Team »Hells Cats« auf der »Baltic Sea Circle«, einer Tour rund um die Ostsee«. Mit vielen Eindrücken und innerhalb des gesetzten Zeitrahmens sind die beiden Kalletaler unfallfrei am Start und Zielpunkt Hamburg und in der Heimat wieder angekommen. Ihr weiteres Ziel, die 750 Euro für das Tierheim Franziskushof zu sammeln, haben sie ebenfalls mit über 1000 Euro Spenden erreicht.

Die Strecke war von den Teams selbst zu wählen und führte durch insgesamt 10 Länder (Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, über das Nordkap, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen) zurück in die Heimat.

Ein Navi war nicht erlaubt

»Ein Navigationssystem war nicht erlaubt, man musste eine Strecke ganz wie früher mit Hilfe von Straßenkarten finden. Das war besonders in Russland eine Herausforderung. Aber mit Hilfe vom Google Maps und einer Internetkarte für das Handy möglich«, sagt Andreas Günther. Er musste auch die 1.800 Kilometer durch das Land allein fahren. An der Grenze wurde er, nach eingehender Prüfung des Visums, darauf aufmerksam gemacht, dass nur ein Fahrer in dem Land das Auto fahren durfte.

»Bis Murmansk, wo wir zum Frühstück angekommen sind, wurden wir dann auch mehrmals kontrolliert. Immer wieder tauchte eine Kontrollstation auf«, fügt Julia Günther an. In Murmansk selbst musste sie im Museumshafen den ersten atombetriebenen Eisbrecher, die »Lenin« finden, bevor es dann sofort weiter Richtung Petersburg ging.

Begeistert von St. Petersburg

Das mit dem Benzin für das Auto sei in Russland ein Problem gewesen, mal habe mal nur 92 Oktan und mal 98 Oktan tanken müssen. Aber, die russischen Autofahrer seien in den Städten sehr rücksichtsvoll gewesen, wenn sie erkannt hätten, dass sie Ausländer waren, fügen sie noch an. Von St. Petersburg, wo sie zwei Nächte und drei Tage verbrachten, schwärmen die Beiden und sagen, das sie dort gerne noch einmal hinfahren möchten.

Über Tallin wo es noch eine Party des Veranstalters an einer alten Gefängnisruine gab und Riga, ging es dann durch Litauen, an der russischen Enklave Kaliningrad vorbei, nach Masuren. Vor der letzten Etappe nach Hamburg fand die letzte Übernachtung im polnischen Kollberg statt.

Nächstes Ziel: »Balkan Express Rallye«

Die Millionen von Fliegen an der Dachbox und der Dreck der Tour, der noch am Fahrzeug sitzt, sollen jetzt in den nächsten Tagen entfernt werden. »Das Auto wollen wir aber behalten und vielleicht im Jahr 2021 an der ›Balkan Express-Rallye‹ teilnehmen. Vier Monate Vorbereitung hat die Fahrt gebraucht.

Über ihr ganzes Abenteuer werden die beiden am 20. September, um 19 Uhr, in der Jacobischule im Kalletal mit einem Bildvortrag berichten. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, kündigen die beiden Abenteurer bereits jetzt ihren Reisebericht über die Ostseeumrundung an.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6790225?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2516025%2F
Komiker Karl Dall im Alter von 79 Jahren gestorben
Karl Dall ist tot.
Nachrichten-Ticker