Di., 17.12.2019

Ende der Haushaltssicherung – Kalletaler Rat verabschiedet Etat 2020 Ein Haushalt mit Überschuss

Bürgermeister Mario Hecker (links) ehrt Brigitte Lähnemann, André Bierbaum und Olaf Copony.

Bürgermeister Mario Hecker (links) ehrt Brigitte Lähnemann, André Bierbaum und Olaf Copony. Foto: Reiner Toppmöller

Von Reiner Toppmöller

Kalletal (WB). Die gemeinsamen Anstrengungen aller Fraktionen in den vergangenen Jahren haben dazu geführt, dass in der letzten Ratssitzung des Jahres im Schloss Varenholz erstmals wieder ein Haushalt mit einer Gewinnerwartung verabschiedet werden konnte.

Trotz unterschiedlicher Auffassungen wurde der Etat nicht nur erstmals seit Jahren noch im alten Jahr, sondern auch ohne Gegenstimmen auf den Weg gebracht. Nach der Planung soll das Jahr 2020 nicht nur wieder das erste ohne Haushaltssicherungskonzept (HSK) sein, sondern auch rund 67.000 Euro Überschuss erwirtschaften.

Bürgermeister Mario Hecker bedankte sich bei den Mitarbeitern der Verwaltung und bei den Fraktionen für die gemeinsamen Anstrengungen in den vergangenen Jahren. Manfred Rehse (SPD) griff dies auf und sagte unter Applaus, man sei stolz darauf, das HSK verlassen zu haben. „Wir haben dies mit vertretbaren Erhöhungen und Belastungen für die Bürger erreicht“, sagte er. Er wies darauf hin, dass die Gewerbesteuer für 2020 unangetastet bleibe. Man müsse sich jetzt aber auch darauf einstellen, dass sich die Fördergeldquoten verschlechtern würden.

Julian Gerber (CDU) zeigte auf, dass dieser Rat im Jahr 2014 mit rund 2,4 Millionen Euro Schulden angetreten sei und nun einen Haushalt mit mehr als 60.000 Euro Gewinn verabschiede. „Wir haben fast alles einstimmig abgestimmt und das war gut so. Dennoch sollten wir aufpassen und uns auf schlechtere Zeit vorbereiten“, sagte der CDU-Fraktionschef. Er schloss mit einem Zitat von Ex-Finanzminister Hans Eichel (SPD) und sagte: „Das Schöne an einem Haushalt ist, man kann, aber man muss das Geld nicht ausgeben!“

Ingo Mühlenmeier (UKB) sagte, man müsse auch die unschönen Dinge ansprechen, ihm fehlten oft ausreichend Zahlen zur Beurteilung. „Mir fehlt es oft auch an Reibung und Diskussion“, sagte er, stimmte aber letztlich auch zu.

Jens Unshelm (FMK) fasste sich kurz und meinte, dass man die vorhandenen Fördertöpfe sinnvoll angezapft und investiert habe: „Das wir unser Ziel so schnell erreicht haben, war nicht vorhersehbar, ist aber umso schöner“.

Ulrich Kellmer (Grünen), der als Letzter seine Haushaltrede hielt, hatte eine längere Rede vorbereite: „Die Sorgenfalten werden sie mir nicht nehmen trotz der positiven Zahlen“. Er verwies auf eine seiner Meinung nach zu hohe Kreditaufnahme und die Gefahren bei steigenden Zinsen, stimmte aber auch zu.

Ratsmitglieder geehrt

Am Ende der Sitzung wurden erstmals auch langjährige Ratsmitglieder geehrt. Diese Anregung, so Bürgermeister Mario Hecker, sei von Ingo Mühlenmeier gekommen. Für 20-jährige Ratsmitgliedschaft auch in unterschiedlichen Gremien, wurden Brigitte Lähnemann, André Bierbaum und Dieter Hartwig geehrt. Olaf Copony wurde für seien 25-jährige Zugehörigkeit geehrt. Bürgermeister Mario Hecker überreichte Kalletal-Uhren als Symbol für die fortschreitende Zeit, wie er sagte. Dieter Hartwig war aus Krankheitsgründen nicht dabei.

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