Di., 17.12.2019

Tenor Harald Kleine Kracht spielt beim Konzert in Varenholz an sechs Instrumenten Eine Fülle schöner, alter Weihnachtslieder

Glückliche Gesichter nach einem schönen Konzert: Vera Varlemann mit Glühwein in einer Wollsocke und Harald Kleine Kracht, der sein Geschenk schon erhalten hat.

Glückliche Gesichter nach einem schönen Konzert: Vera Varlemann mit Glühwein in einer Wollsocke und Harald Kleine Kracht, der sein Geschenk schon erhalten hat. Foto: Hans-Ulrich Krause

Von Hans-Ulrich Krause

Kalletal (WB). Gleich sechs Instrumente (Klavier, Orgel, Keyboard, Trommel, Trompete und Gitarre) bediente Tenor Harald Kleine Kracht im Laufe seines Weihnachtskonzertes in der Varenholzer Schlosskirche einen Tag vor dem dritten Advent. Und er hatte eine Fülle schöner, alter deutscher Weihnachtslieder im Gepäck. Außerdem erfüllte er viele Zuhörerwünsche von „Mary’s Boychild Jesus Christ“ bis „In der Weihnachtsbäckerei“, um nur zwei Titel zu nennen.

Gut zwei Stunden sang und musizierte der Tenor aus Eisbergen in der Schlossgemeinde. „Tochter Zion“, „ Hohe Nacht der klaren Sterne“, „Es ist ein Ros’ entsprungen“, „Gloria in Excelsis Deo“, „Fröhliche Weihnacht überall“, „Oh Tannenbaum“ wurden beispielsweise im ersten Konzertteil dargeboten. Vor der Pause hatte Kleine Kracht auch noch eine Überraschung parat: Aus dem Publikum holte er sich den Auetaler Olrik Santozki nach vorn. Der spielte plötzlich auf der Trompete, die ihm Kleine Kracht aus hinteren Kirchenräumen gebracht hatte. Und Kleine Kracht stieß dazu, ebenfalls Trompete spielend.

Das war ein schönes Finale vor der 20-minütigen Unterbrechung, in der die gastgebende evangelisch-reformierte Kirchengemeinde für die Besucherinnen und Besuchern einige weihnachtliche Leckerreichen und Getränke bereithielt.

Glühwein in der Wollsocke

Ein zu Unrecht kaum bekanntes Weihnachtslied eröffnete den zweiten Konzertteil: „Was hat sich wohl der Esel gedacht?“. Auch der gewünschte „Kleine Trommelmann“ ertönte in der Schlosskirche, wobei Kleine Kracht das Schlagzeug bediente und dazu sang. Das laut Kleine Kracht „schönste Weihnachtslied“, „Stille Nacht“, durfte nicht fehlen. Mitunter spielte der Künstler nur instrumental. Insgesamt überzeugte er einmal mehr mit seiner Vielseitigkeit und seinen humorvollen Überleitungen zu den Songs. Die Zugabe „Ave Maria“ füllte noch ein letztes Mal das Varenholzer Gotteshaus mit seiner voluminösen Stimme.

„Bei Ihren Liedern wurde mir warm ums Herz“, gestand Vera Varlemann, Vorstandsvorsitzende der Varenholzer Kirchengemeinde. Sie erinnerte an eine Weihnacht vor über 100 Jahren in Varenholz, als 1917 Gottesdienstbesucher an Heiligabend Kerzenstummel, Holz und Kohle mitbringen mussten, damit überhaupt ein Gottesdienst stattfinden konnte. Varlemann überreichte Kleine Kracht und auch dem überraschten Olrik Santozki je eine Flasche Glühwein, hübsch in einen dicken Wollsocken gesteckt.

Olrik Santozki wies darauf hin, dass das „Extertaler Quartett“ mit Harald Kleine Kracht sowie drei hochmusikalischen Damen am Sonntag, 8. März 2020, ab 17 Uhr in der Kirche Hattendorf im Auetal auftritt

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